Deutsche Aktien „Bis 2028 wird der Dax 27.000 Punkte erreichen“

Die politisch bedingte Verunsicherung der Investoren und wiederholte Warnungen vor einer scharfen Kurskorrektur sorgen dafür, dass aktuell viel Geld auf der Seitenlinie geparkt wird. Dabei sieht man bei Starcapital die drei wesentlichen Voraussetzungen für ein Goldilocks-Szenario – ein ideales Umfeld für weiter steigende Aktienkurse – gegeben.

Erstens ist weltweit ist ein mäßiger, aber robuster konjunktureller Rückenwind zu beobachten und die Gewinne der Unternehmen sind zuletzt deutlich gestiegen. Zweitens sorgen die extrem niedrigen Zinsen und die expansive Politik der Notenbanken weiter für Unterstützung. Drittens kommt durch die tiefe Verunsicherung der Anleger keine Aufbruchstimmung auf.

Die Kursindizes europäischer und japanischer Aktien laufen jetzt zum vierten Mal starke historische Widerstände an. Laut Starcapital könnten diese in den nächsten Monaten überwunden werden und damit erhebliches Kurspotenzial freisetzen. Ein Einstieg, insbesondere bei etwaigen Rückschlägen, kann sich also lohnen. Die Oberurseler bleiben bei ihrer positiven Langfristprognose: Bis 2028 wird der Dax 27.000 Punkte erreichen.

„Emerging“ statt „Emergency“:
Renaissance der Schwellenländer

Ebenfalls falsch liegen die meisten Prognostiker Starcapital zufolge bei den Emerging Markets, einem weiteren Thema der neuesten Starinvest, des monatlichen Marktausblicks des Vermögensverwalters aus Oberursel. Anders als weithin erwartet, haben die Sorgen über die Folgen der Trump-Politik – steigende Zinsen, Dollaraufwertung und Protektionismus – die jüngste Rally der Emerging Markets nur kurz stoppen können.

Starcapital nennt mehrere Gründe, die dafür sprechen, dass sich diese Entwicklung künftig fortsetzt. Neben der Stabilisierung der Rohstoffpreise, der hohen Gewinndynamik und der positiven Entwicklung wichtiger Fundamentaldaten dieser Länder seien die Emerging Markets nach einer mehrjährigen Baisse extrem attraktiv bewertet.

Selbst nach der jüngsten Aufholbewegung signalisieren die Analysen der Oberurseler auf dem aktuellen Bewertungsniveau ein reales jährliches Wertzuwachspotenzial von 7,8 Prozent für die nächsten 10 bis 15 Jahre. In „Trump’s own country“ ist das Risiko, in einem schlimmstmöglichen Szenario einen realen Kapitalerhalt zu verfehlen, mit einer erwarteten mittleren Performance von 3,6 Prozent pro Jahr deutlich höher.