Deutsche Aktien Dax-Prognose: „Positive Entwicklung dürfte sich bis zum Jahresende fortsetzen“

Dax-Chart an der Börse Frankfurt: Die gute Entwicklung des deutschen Aktienindex setzt sich bis Jahresende fort, prognostiziert Vermögensverwalter Burkhard Wagner. | © Getty Images

Dax-Chart an der Börse Frankfurt: Die gute Entwicklung des deutschen Aktienindex setzt sich bis Jahresende fort, prognostiziert Vermögensverwalter Burkhard Wagner. Foto: Getty Images

Burkhard Wagner, Vorstand von Partners Vermögensmanagement 

Bisher war 2017 ein ordentliches Jahr für Aktienanleger. Immerhin hat der Dax seit Jahresbeginn über elf Prozent zugelegt. Die Gewinne beim Eurostoxx50 betragen seitdem 9,2 Prozent. Vieles spricht dafür, dass sich die positive Wertentwicklung bis zum Jahresende fortsetzen könnte.

Vor allem die amerikanischen Aktienindizes konnten in diesem Jahr stark zulegen und erreichten historische Rekordstände, trotz zahlreicher politischer Kapriolen des US-Präsidenten Donald Trump. Anleger in Europa profitierten jedoch kaum von dieser Entwicklung. Die anhaltende Schwäche des US-Dollars zehrte die Buchgewinne auf.

Euro - wundersamer Anstieg

Überhaupt verwunderte der gegen fast alle anderen Währungen wiedererstarkte Euro viele Experten. Notierte der Euro zum Dollar zu Jahresbeginn noch bei 1,05 US-Dollar, erhält man mittlerweile 1,18 Dollar für einen Euro - ein Minus für US-Dollar-Engagements von über zwölf Prozent!

Die Schwäche des Greenbacks gegenüber dem Euro hat Gründe: Zum einen ist der neue US- Präsident bisher bei der Umsetzung wichtiger politischer Themen keinen Schritt weitergekommen. Obendrein rebellieren die beiden wichtigsten Gläubiger Amerikas Japan und China gegen die ständigen politischen Frechheiten des US- Präsidenten. Beiden asiatischen Staaten schulden die USA mehr als 2.000 Milliarden  US-Dollar. Das sind rund zwei Drittel der gesamten im Ausland gehaltenen Staatsanleihen.

Japan war zuletzt auf der Verkäuferseite zu finden und baute seinen Bestand an US-Staatsanleihen etwas ab. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Verkäufe folgen; auch von China, dem Trump unlautere Wettbewerbsmethoden vorwirft.