Die 3 Wege der Finmap AG: Exklusive Makleranbindung, Pool und Unternehmermodell

Horst Kesselkaul, Finmap AG

Horst Kesselkaul, Finmap AG

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DAS INVESTMENT.com: Sie haben im letzten Jahr ein Modell mit angestellten Beratern propagiert. Warum sind Sie davon wieder abgekommen?

Horst Kesselkaul
: Wir haben an verschiedenen Geschäftsideen gleichzeitig gearbeitet, eine davon war der Angestelltenvertrieb. Wir wollten einfach die Chance eines jungen aber gut aufgestellten Unternehmens nutzen, die richtige Strategie für die kommenden Jahre zu finden. Wie Sie wissen, bin ich lange genug im Vertrieb und hier insbesondere im Aufbau von neuen Marktfeldern tätig gewesen und glaube schon zu wissen, welche Trends in den kommenden Jahren relevant werden. Wir haben daher nach unserer Einschätzung und nach dem ersten Feed Back aus dem Markt ein anderes, besseres Modell entwickelt.

DAS INVESTMENT.com
: Welche Tätigkeitsfelder bietet Finmap konkret an und wo liegt Ihr Schwerpunkt?

Kesselkaul: Wir haben gewissermaßen eine Dreiteilung mit unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit, worin sich auch die Leistungstiefe ausdrückt, die wir anbieten können. Den Pool, unsere exklusive Maklerorganisation sowie das so genannte Unternehmermodell.

DAS INVESTMENT.com: Der Pool resultiert vermutlich aus der Übernahme von FinanceScout, die zum damaligen Zeitpunkt rund 1.200 angeschlossene Makler aufwiesen?

Kesselkaul: Das ist richtig. Aus der Übernahme haben sich rund 600 Makler heraus kristallisiert, die zum Geschäftsmodell von Finmap passten und die aus der Zusammenarbeit heraus Vorteile generieren können. Derzeit sind dort rund 700 Makler angebunden. Der Pool wird als Basismodell auch weiterhin existieren und soll weiter organisch wachsen. Das Kernmodell ist jedoch die exklusive Anbindung an Finmap, da wir hier die größten Entwicklungschancen gemeinsam mit den Partnern sehen.

DAS INVESTMENT.com: Von wie vielen Vertriebspartnern sprechen wir denn im Augenblick?

Kesselkaul: Wir haben derzeit 50 Makler in diesem Modell, die seit mehr als 10 Jahren bereits im Markt tätig sind und mindestens 100.000 Euro Courtage im Jahr erwirtschaften. Diese Zahl wollen wir bis Ende des Jahres verdoppeln.

DAS INVESTMENT.com: Warum sollte sich ein freier Makler exklusiv an eine einzige Organisation binden?

Kesselkaul: Wir sind als Tochter der komplett eigenkapitalfinanzierten Volz Gruppe, die drei Privatleuten gehört, zu 100 Prozent unabhängig und weisen keine Beteiligung von Produktgebern auf. Von der IT-Kompetenz der Volz Gruppe – dort werden derzeit 20.000 Finanzdienstleister abgewickelt – profitiert Finmap und die angeschlossenen Partner. Dabei öffnet Volz zum ersten Mal seine Pforten auch für den Bereich der Makler, Finanzdienstleister und Vertriebsgesellschaften, stellt also Leistungen zur Verfügung, wie sie sonst nur institutionelle Investoren abrufen können. Wir haben beispielsweise die Vision eines virtuellen Büros praktisch umgesetzt.

DAS INVESTMENT.com: Was heißt das konkret?