Die Ära der Suchmaschine Wie Technologie-Aktienfonds seit Google abschneiden

Google-Mitgründer Larry Page im Sommer 2001, nachdem er für seine Suchmaschine einen Webby Award gewonnen hatte | © Getty Images

Google-Mitgründer Larry Page im Sommer 2001, nachdem er für seine Suchmaschine einen Webby Award gewonnen hatte Foto: Getty Images

Der Gewinner sitzt in London, heißt Belgrave Capital Management und ist seit 1994 aktiv. Belgrave betreibt die Luxemburger Fondsmarke Vitruvius. Von allen rund 50 in Deutschland zugelassenen Hightech-Aktienfonds brachte der Vitruvius Growth Opportunities in der Zeit seit dem Börsengang von Google den höchsten Gewinn. Macht also seit dem 19. August 2004 ein Plus von 478 Prozent (siehe Tabelle auf der folgenden Seite).

Die Problematik aus der Überschrift ist damit einfach zusammengefasst: Kein Fonds war stärker als die Google-Aktie. Denn die brachte seit ihrem Börsengang ein Plus von fast 2.500 Prozent (siehe Chart).

Wer beides jetzt aber blind vergleicht und auf die Fondsmanager draufhaut, dem muss man zurufen: Der Vergleich hinkt. Denn Fondsmanager dürfen nicht einfach nur auf eine einzelne Aktie setzen. Die europäische Fondsrichtlinie Ucits verlangt, dass eine Aktie maximal 10 Prozent in einem Portfolio ausmachen darf. Und denken wir einmal zurück: Im Jahr 2004 nach dem großen Aktiencrash glich der Kauf eines Technologietitels einem Lottospiel. Wer hätte damals ernsthaft geglaubt, dass Google so groß werden würde?

Immerhin macht Alphabet – also die Google-Mutter – im Vitriuvius-Fonds derzeit 7,7 Prozent aus. Höher gewichtet ist nur Microsoft mit 8,9 Prozent. Generell soll das Management die großen Techno-Trends nutzen und dabei möglichst auf die Gewinner setzen. Und so liest sich auch die Top 10 der Positionen, die Amazon, Apple, Facebook, Samsung, Tencent und Alibaba enthält.