Die Favoriten der Top-Vermögensverwalter Barbara Rojahn empfiehlt den Main First EM Credit Opportunities

Barbara Rojahn, Vorstand bei A/ventum Family Office und Geschäftsführerin der Frauen-Finanz-Beratung Barbara Rojahn & Kolleginnen

Barbara Rojahn, Vorstand bei A/ventum Family Office und Geschäftsführerin der Frauen-Finanz-Beratung Barbara Rojahn & Kolleginnen

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Anleihen waren in der Vergangenheit ein wichtiger Baustein für unsere Portfolios. Sie brachten wichtige Zinserträge und profitierten bei sinkenden Zinsen von Kursgewinnen. Diese Zeiten sind bei den zum Teil ins Minus gesunkenen Zinsen vorbei. In den Industrieländern sind mit Staatsanleihen, Corporates aber auch High Yields kaum noch positive Renditen zu erzielen. Um weiter ordentliche Erträge zu erwirtschaften, haben wir uns nach Alternativen umgesehen.

Unserer Meinung zufolge sind Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern eine wichtige Ergänzung zum Aktienmarkt. Der wachsende Mittelstand in diesen Ländern wird in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Weltbank und andere Institutionen erwarten, dass 62 Prozent des zukünftigen Konsums in den nächsten 15 Jahren in den Schwellenländern erfolgt.

Der dortige Markt für Unternehmensanleihen ist heute rund 1,8 Billionen US-Dollar groß. Er hat sich seit 2009 verdreifacht und ist jetzt genauso groß wie der amerikanische und der europäische Markt für hochverzinsliche Anleihen. Für 2017 werden nach Aussage von Main First in den Schwellenländern Neuemissionen in Höhe von über 300 Milliarden US-Dollar erwartet. Der Hauptteil dient der Refinanzierung alter Verbindlichkeiten, so dass der Netto-Zufluss stark abnehmen wird.

Wir empfehlen den Main First Emerging Markets Credit Opportunities Fund, der im Mai 2014 aufgelegt wurde. Dieser Fonds für Hochzinsanleihen aus den Schwellenländern wird im Team von Dorothea Fröhlich, Cornel Bruhin und Thomas Rutz sehr aktiv gemanagt. Alle drei Fondsmanager haben langjährige Investmenterfahrung mit Emerging Markets Bonds. Jeder hat bei Kaufentscheidungen ein Vetorecht. Wichtig ist, dass jedes der drei Teammitglieder die verschiedenen Analysen nachvollziehen und gutheißen kann. Ihre Investmentphilosophie beschreiben sie als aktive Suche nach aus Credit Spreads resultierendem Performance-Potential.

Zurzeit sind die Fondsmanager zu rund 90 Prozent in Unternehmensanleihen und zu 10 Prozent in Anleihen von Regierungsbehörden, Banken und Unternehmen aus Schwellenländern und Frontier Markets investiert. 80 Prozent der Anleihen, die ausschließlich auf US-Dollar lauten, haben ein Rating von BB oder B.

Das Portfolio ist breit gestreut über Regionen, Länder und Sektoren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Unternehmen, die Rohstoffe – inklusive landwirtschaftlicher Produkte – fördern, abbauen oder transportieren. Dieser Sektor läuft seit Februar 2016 wieder deutlich besser und gerade die Schwellenländer profitieren von den deutlich niedrigeren Produktionskosten. Die Abwertung der lokalen Währungen hat die Kostenbasis der Förderer zusätzlich verbessert, da sie beim Export Devisen wie US-Dollar und Euro erhalten. Wir sehen in diesem Segment durchaus Aufholpotenzial.

Aktuell enthält das Portfolio circa 110 Titel aus etwa 30 Ländern. Über 50 Prozent der Werte stammen aus Brasilien, Mexiko, Argentinien, Indonesien, Russland und Nigeria. Pro Unternehmen dürfen nicht mehr als 3 Prozent und pro Sektor nur maximal 25 Prozent des Portfolios investiert werden. Auch Wandelanleihen sind bis zu 15 Prozent erlaubt. Die Durchschnittsrendite der Anleihen im Portfolio liegt zurzeit bei 9 Prozent mit einer modifizierten Duration von vier Jahren.

Alle Positionen werden durch ein rigoroses Risikomanagement abgesichert. Konsequent legen die Fondsmanager je ein Stopp-Loss- und ein Stopp-Profit-Ziel fest. Besonders gern beteiligen sie sich an attraktiven Neuemissionen, die weiteres Performance-Potential ins Portfolio bringen werden. Uns bietet der Fonds die Möglichkeit, die Risikoprämie aus dieser speziellen Anlageklasse auf attraktive Weise zu ernten.

Der Main First Emerging Markets Credit Opportunities Fund ist in US-Dollar aufgelegt, aber auch in einer auf Euro oder auf Schweizer Franken lautenden Anteilsklasse verfügbar. Wir verwenden in unseren Portfolios die in Euro währungsgesicherte Anteilsklasse. Seit seiner Auflegung hat der Fonds mit einem Wertzuwachs von etwas über 10 Prozent seinen Vergleichsindex leicht outperformt. Im laufenden Jahr liegt er in der Euro-Anteilsklasse schon mit mehr als 6 Prozent im Plus (Stand: 24. Mai 2017).

Über Barbara Rojahn: Die studierte Volkswirtin ist Vorstand des A/ventum Family Office und Geschäftsführerin der Frauen-Finanz-Beratung Barbara Rojahn & Kolleginnen in Stuttgart. Letzteres Unternehmen hat sie 1993 gegründet. Das mittlerweile neunköpfige Team bietet eine auf die besonderen Bedürfnisse und Lebenskonstellationen von Frauen spezialisierte Beratung in allen Finanz- und Vorsorgefragen an. Seit 2013 existiert darüber hinaus eine eigene Vermögensverwaltung.