Die Flüchtlingskrise, der Finanzminister und die GLS Herr Schäuble, Sie haben da etwas grundsätzlich missverstanden

Flüchtlinge vor einer Unterkunft in Bergisch-Gladbach. Foto: Getty Images

Flüchtlinge vor einer Unterkunft in Bergisch-Gladbach. Foto: Getty Images

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Auf ihrer Website listet die Bank GLS gemeinnützige Projekte und Initiativen auf. Diese sollen den zahlreichen Menschen, die derzeit auf der Flucht vor Krieg und Not zu uns kommen, helfen. Von A wie „Ärzte ohne Grenzen“ bis W wie Werk-Start ist alles dabei. Auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Initiativen, erklärt die Bank.

Grund genug für eine sogenannte „besorgte Bürgerin“, ein fremdenfeindliches Schreiben an die Bank zu schicken. „Könnten Sie bitte auch Links zu Organisationen einstellen, die das Ziel haben, der aktuellen Invasion unseres Landes durch Flüchtlinge Einhalt zu gebieten“, fragt Frau A. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen.

„Sie haben da etwas grundsätzlich missverstanden“

Doch anstatt der Bitte nachzugehen, veröffentlicht die Bank den Brief auf Facebook. Auch das Antwortschreiben findet man im sozialen Netzwerk. Und das hat es in sich.

„Wir fürchten, Sie haben da etwas grundsätzlich missverstanden“, schreibt Johannes Korten vom GLS Online-Team. Als eine Bank für sozial-ökologische Geldanlagen und zur Finanzierung nachhaltiger Unternehmen und Projekte wolle die GLS „die Gesellschaft menschlicher und lebenswerter gestalten - und zwar für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder ihrem sozialen Status“. Zu diesem Zweck unterstütze die Bank die Arbeit zahlreicher Ehrenamtlicher, „die derzeit an ihre körperlichen und seelischen Grenzen gehen, um Menschen, die in höchster Not aus ihrer Heimat geflüchtet sind, zu helfen“. Deshalb habe man die Flüchtlingshilfe-Website erstellt. Da wäre es doch absurd, würde man auf der Seite Links zu Organisationen veröffentlichen, die das Ziel haben, dieses Ziel zu konterkarieren.