Die Fonds-Favoriten der Top-Vermögensverwalter Michael Gollits empfiehlt den AB US Small and Mid-Cap

Michael Gollits, Vorstand bei Von der Heydt & Co. AG

Michael Gollits, Vorstand bei Von der Heydt & Co. AG

In den wachstumsarmen Jahren mit immer geringeren Inflationsraten nach der Finanzkrise sind viele Anleger in die Aktien von Unternehmen geflüchtet, die trotz dieser Rahmenbedingungen stabil wachsen konnten. Fündig wurden sie in defensiven Branchen wie dem nichtzyklischen Konsum oder dem Gesundheitssektor. In Verbindung mit ansehnlichen Dividendenrenditen wanderten solche Papiere oft auch als Ersatz für niedrig rentierende Anleihen in manches Depot.

Nicht erst seit der Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten hat sich das Umfeld verändert. In den Kursen inflationsindexierter Anleihen haben sich bereits vorher steigende Inflationserwartungen niedergeschlagen. Die Notenbanken signalisieren immer wieder, dass sie mit ihren Maßnahmen am Ende der Möglichkeiten angekommen sind, gefährdet die Nullzinspolitik doch zusehends die Stabilität von Banken, Versicherern oder Pensionskassen.

Die Zentralbanker spielen den Ball an die Politiker zurück und fordern sie auf, durch Strukturreformen, Investitionen und Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. In den USA ist es nun zum Dammbruch gekommen. Trump will in den kommenden zehn Jahren rund 1.000 Milliarden Dollar in die kaputte Infrastruktur investieren und die Steuern um 5.000 Milliarden Dollar senken. Natürlich kann man darüber streiten, ob ausgerechnet die Vereinigten Staaten zurzeit ein Konjunkturprogramm brauchen.

Die Wachstumsimpulse der Infrastrukturinvestitionen werden vor allem zyklischen Branchen zugutekommen, deren Aktien zudem günstiger bewertet sind als die derzeit noch beliebten Unternehmen aus dem nicht-zyklischen Konsum oder dem Immobiliensektor. Wir halten die neuen Rahmenbedingungen ideal für einen Value-orientierten US-Small- und Mid-Cap-Fonds – auch, weil kleinere und mittelgroße Unternehmen von etwaigen Handelshemmnissen weniger betroffen wären als international aufgestellte Großkonzerne.

Mit dem AB US Small & Mid-Cap haben wir ein Produkt gefunden, dessen Manager James MacGregor sowohl mit seinem Value-zentrischen Investmentstil als auch mit seinen Branchenpräferenzen unsere Markteinschätzung widerspiegelt. Er konzentriert sich auf liquide Werte, deren durchschnittliche Marktkapitalisierung leicht oberhalb des Russell 2500 Value liegt.

Das von MacGregor geführte Managementteam des Fonds ist in das globale Investmentteam von AB eingebettet und profitiert von dessen Konjunktur- und Branchen-Expertise. Dies ist auch für die Analyse lokal orientierter Unternehmen in einer zunehmend global vernetzten Wirtschaft unerlässlich. Das vierköpfige Kernteam kann so beispielsweise auf rund 40 Branchenexperten zugreifen.

Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teams ist die Analyse von MRC Global, einem Großhändler für Pipeline-Equipment. Während sich das Managementteam des AB US Small & Mid-Cap auf Ortstermine bei MRC sowie bei dessen Wettbewerbern und Kunden konzentrierte, haben Experten für die Energiebranche die Kostenstruktur der Ölquellen der derzeit wichtigsten Abnehmer von MRC-Produkten in Texas untersucht und bewertet. Das Bild wurde von einem Stahl-Analysten vervollständigt, der weiter fallende Stahlpreise prognostizierte, einem wichtigen Kostenfaktor in den Pipeline-Produkten von MRC. Erst nach diesem umfassenden Gesamtbild entschloss sich MacGregor zur Investition.

Obwohl der AB US Small & Mid-Cap nicht explizit nach ESG-Kriterien investiert, tauchen diese doch gleich an mehreren Stellen im Anlageprozess auf. Sowohl auf Unternehmens- als auch auf Branchenebene identifiziert MacGregor mit seinem Team potenzielle ökologische und soziale Problemfelder und klärt diese im Dialog mit den Unternehmen. Bei sämtlichen Kaufentscheidungen gehen ESG-Erwägungen mit ein und werden im Nachgang intensiv beobachtet.

Um das Universum von rund 2.500 Aktien auf 150 bis 200 Titel für eine intensivere Analyse zu reduzieren, setzt MacGregor neben quantitativen Werkezeugen auch Branchenanalysen ein. Grundsätzlich sucht er nach Sektoren und Unternehmen, die aufgrund möglicherweise nur kurzfristiger Sonderfaktoren kontrovers am Markt diskutiert werden und deren Kurs deshalb gesunken ist. Nach einer Szenario-Analyse steigt er mit seinem Team noch tiefer in das Unternehmen ein, um mögliche Katalysatoren für eine Neubewertung zu identifizieren. Obwohl bei der Portfoliokonstruktion übermäßige Konzentrationsrisiken vermieden werden sollen, gewichtet MacGregor in seinen Augen attraktive Branchen deutlich höher als im Vergleichsindex.

In einer Marktphase, in der klassisches Value-Investing aufgrund der schlechten Wertentwicklung schon totgesagt wurde, hat der AB US Small & Mid-Cap Value in der Wertentwicklung nicht nur die Value-Benchmark Russell 2500 Value geschlagen, sondern auch den regulären Russell-2500-Index.

Über Von der Heydt & Co. AG: Die unabhängige Vermögensverwaltung wurde 2002 als Berlin & Co. KGaA gegründet. Sie erbringt Dienstleistungen rund um das Management komplexer Vermögen im deutschsprachigen Raum.

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