„Die größte Enttäuschung“ Darum versagten Hedgefonds mit Event-Driven-Strategien

Ein Mann mit einer Papiertüte auf dem Kopf, die einen traurigen Gesichtsausdruck darstellt. Foto: Getty Images

Ein Mann mit einer Papiertüte auf dem Kopf, die einen traurigen Gesichtsausdruck darstellt. Foto: Getty Images

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Event-Driven-Strategien haben dieses Jahr die enttäuschendste Entwicklung hingelegt, sagte Robert Christian, Leiter Investment Research bei der Franklin- Resources-Tochter K2 Advisors. Trotz eines Rekordjahrs bei Transaktionen sei es vielen Hedgefonds nicht gelungen, von Fusionen und Übernahmen zu profitieren.

Die Fonds hätten sich in die größten Transaktionen gedrängt und seien bei kleineren zurückhaltend gewesen, erklärte Christian. Das habe dazu beigetragen, dass die Renditen bei Event-Driven-Hedgefonds so niedrig waren, trotz einer Rekordanzahl beziehungsweise eines Rekordvolumens von Transaktionen wie Fusionen oder Übernahmen. Auch Global-Macro-Fonds hätten die Erwartungen nicht erfüllt.

Event-Driven-Hedgefonds haben dieses Jahr im Durchschnitt 1,4 Prozent verloren, zeigt ein Index von Hedge Fund Research Inc. aus Chicago. Allen & Co. teilte im September mit, sie stelle ihre Merger-Arbitrage-Strategie ein, die sie ihren Kunden seit 1975 angeboten hatte. Als Grund dafür wurde unter anderem die schwache Rendite solcher Fonds genannt. Hutchin Hill Capital schloss ein von Steven Mermelstein gemanagtes Portfolio, das von Unternehmensereignissen zu profitieren versucht.

„Die größte Enttäuschung gemessen an unserer Erwartung zum Jahresbeginn und während des Jahres ist wohl Event", sagte Christian. “Es sind alle Kriterien da, die einem sagen, dass das eigentlich ein super Jahr für Event-Driven hätte werden sollen.”