Die große Analyse Halten Schwellenländer-Mischfonds was sie versprechen?

Werbeplakat der Korea Tobacco & Ginseng Corporation (KT&G): Sie ist eine der größten Positionen im BL-Emerging Markets. (Foto: Getty Images)

Werbeplakat der Korea Tobacco & Ginseng Corporation (KT&G): Sie ist eine der größten Positionen im BL-Emerging Markets. (Foto: Getty Images)

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Typisch Morningstar. Als vor nicht ganz drei Jahren die Welle mit Mischfonds für Schwellenländer losschwappt, legen die Kollegen aus der Morningstar-Redaktion wieder ihr übliches Misstrauen an den Tag.

„Wer den Botschaften der Fondsprofis lauscht, könnte zum Schluss kommen, dass es sich bei Emerging-Markets-Mischfonds um die sprichwörtliche Eier legende Wollmilchsau handelt“, schreibt Chefredakteur Ali Masarwah im Mai 2012 und fragt: „Wird hier eine Fondskategorie mit zu vielen Hoffnungen (und Vertriebsambitionen) überfrachtet?“

Und wenn man sich heute, nicht ganz zwei Jahre später, die ersten Ergebnisse ansieht, muss die Antwort lauten: ja. Ein Krisenjahr liegt hinter den Schwellenländern. Anleihen, Aktien und Währungen sind eingebrochen. Der Aktienindex MSCI Emerging Markets gab 13,4 Prozent ab (Stand: 11. März 2014).

Staatsanleihen in lokalen Währungen verloren 13,3 Prozent (DAS INVESTMENT April 2014), bei Anleihen in Hartwährungen waren es 8,7 Prozent.

Das ist ein für Anleger höchst unerfreuliches Umfeld. Fondsmanager könnten sich allerdings gegenüber der Konkurrenz profilieren. Nur bekam es ein großer Teil von ihnen tatsächlich hin, schlechter abzuschneiden als jeder der drei Marktindizes. Mitunter deutlich.

Allerdings müssen wir auch festhalten, dass es noch um denkbar kurze Zeiträume geht. Die meisten Schwellenländermischfonds kamen 2011 auf den Markt und haben somit noch nicht einmal drei Jahre auf der Uhr.

Das ist definitiv zu wenig, um über einen Management-Ansatz urteilen zu können. Zudem ist die Vergleichsgruppe heterogen. Dachfonds treffen auf Stockpicker treffen auf Makro-Manager. Das macht einen Vergleich schwierig.