Die große Robo-Advisor-Interview-Reihe Ginmon, Teil 2: „Wir sind der einzige Anbieter mit erfolgsabhängiger Gebühr“

Lars Reiner, Chef und Gründer von Ginmon

Lars Reiner, Chef und Gründer von Ginmon

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Im ersten Interview-Teil erklärte Lars Reiner, wie das Geschäftsmodell von Ginmon funktioniert und wie er eine individuelle Beratung der Kunden sicherstellt. Nun spricht er über Portfolio-Lösungen und Risikomodelle des Robo-Advisors. Teil 3 und 4 folgen in Kürze.

DAS INVESTMENT.com: Bitte beschreiben Sie uns Ihre Portfolio-Lösungen? Wo sehen Sie sich gegenüber Ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus? 

Lars Reiner: Unser Anlagekonzept zielt darauf ab, stets die höchsten Renditen bei minimalem Risiko für Ihr Anlegerprofil zu erreichen. Ginmon greift hierzu auf nobelpreisgekrönte Erkenntnisse von Eugene Fama zurück. Dabei wird das Geld nicht nur auf viele tausend Unternehmen weltweit gestreut sondern zusätzlich sämtliche Renditetreiber nach dem Fama-French-Dreifaktorenmodell genutzt. Zusätzlich wird die Portfoliogewichtung laufend an die individuelle Risikoneigung des Kunden angepasst.

Bitte beschreiben Sie Ihre Risikomodelle zur Optimierung der Portfolios, das heißt zur Senkung von Kursrisiken beziehungsweise Steigerung der Renditen. Inwiefern machen sich diese Modelle im Vergleich zum einfachen Rebalancing für Ihren Kunden bezahlt?

Reiner: Neben einen automatisierten Rebalancing beim Durchschreiten gewisser Schwellenwerte führen wir laufend ein sogenanntes Smart Rebalancing durch. Hierzu nutzen wir sämtliche regelmäßigen und unregelmäßigen Einzahlungen  um antizyklisch stets die Portfoliowerte nachzukaufen, die relativ das geringste Gewicht aufweisen. Dies ist steuerlich effizienter als reguläres Rebalancing und spart unseren Kunden bares Geld. Weiterhin schützen wir unsere Kunden so zum einen vor unerwarteten Portfolioschwankungen und setzen gleichzeitig einen optimalen, antizyklischen Investmentansatz - völlig frei von Emotionen - um, der nachweislich die höchsten Renditen erzielt.

Wie stellt sich für Ihre Kunden die genaue Kostenstruktur dar?

Reiner: Wir haben eine fixe Grundgebühr von 0,39  Prozent und bei neu erzielten Höchstständen eine 10  Prozent Gewinnbeteiligung nach Abzug der fixen Grundgebühr (High-Water-Mark). Damit sind wir der einzige Anbieter im Markt, der seine Gebühr auch abhängig vom Erfolg der Kunden macht. Dazu gehört natürlich eine Menge Vertrauen in die Überlegenheit der eigenen Portfoliotechnologie - und die haben wir.