Die große Robo-Advisor-Interview-Reihe Whitebox, Teil 2: „Seit Anfang 2016 gibt es Robo-Advisor der zweiten Generation“

Whtebox-Gründerin Salome Preiswerk

Whtebox-Gründerin Salome Preiswerk

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Im ersten Interview-Teil erklärte Whtebox-Gründerin Salome Preiswerk, wie das Geschäftsmodell von Whitebox funktioniert und worin sie das größte Problem der Robo-Advisor sieht. Nun spricht sie über Portfolio-Lösungen und Risikomodelle des Robo-Advisors. Teil 3 und 4 folgen in Kürze. 

DAS INVESTMENT.com. Bitte beschreiben Sie uns Ihre Portfolio-Lösungen? Wo sehen Sie sich gegenüber Ihren Wettbewerbern einen Schritt voraus? 

Preiswerk: Nun, etwas böse könnte man sagen: Wir betreiben überhaupt ein Portfoliomanagement. Die erste Generation von Robo-Advisorn – ohne Bafin-Lizenz – operiert ja auf Basis einer starren Asset-Allokation ohne eigentliches Risikomanagement. Erst mit einer Bafin-Lizenz ist es einem Anbieter erlaubt, aktiv auf die Gestaltung der Portfolien seiner Kunden einzuwirken.

Überhaupt ein Portfoliomanagement anzubieten reichte uns aber natürlich nicht. Unser hoher Qualitätsanspruch muss sich auch und gerade im Kern des Angebots manifestieren. Schließlich ist es das, was für den Kunden letztendlich zählt. Unseren Anlageansatz haben wir gemeinsam mit dem für seine proprietäre Forschung mehrfach ausgezeichneten Partner Morningstar Investment Management und Ibbotson entwickelt. Kern ist eine strategische, aktive, vorwärtsschauende, auf Fundamentalanalyse basierende und über eine Vielzahl an Anlageklassen (23 an der Zahl) diversifizierte Assetallokation. Umgesetzt wird sie durch best-in-class, passiv gemanagte und damit auch kostengünstige Produkte, insbesondere ETFs. 

ETFs machen alle, aber entscheidend für den Anlageerfolg ist die Asset-Allokation. Hier liegt unser USP. Unser Ansatz kann als „Moderne Portfoliotheorie 2.0“ bezeichnet werden, da er die jüngsten Forschungsergebnisse zur Konstruktion wirklich robuster Portfolien in die Praxis umsetzt. Wir zielen dabei darauf ab, ein besseres Rendite-/Risikoprofil in den Portfolien unserer Kunden zu realisieren und ihr Kapital in Marktabschwungphasen besser zu schützen.

Daneben bestehen einige Besonderheiten wie bspw. unsere Rentenlösung: Hier wird das Portfolio des Kunden hin zum – frei definierbaren – Rentenzeitpunkt im Risiko reduziert, entlang eines sogenannten Gleitpfads. Der Kunde kann dabei frei zwischen einem Einmalbetrag als Zielsumme und/oder monatlichen Auszahlungen wählen.