Die neuen Zinsen Dividenden-Aktien: Das müssen Investoren beachten

Gerd Häcker, Leiter Portfoliomanagement beim Vermögensverwalter Huber, Reuss & Kollegen

Gerd Häcker, Leiter Portfoliomanagement beim Vermögensverwalter Huber, Reuss & Kollegen

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In Zeiten der Niedrigzinsen gerät die Dividendenstrategie immer mehr in den Fokus der Investoren. Der Spruch „Dividenden sind die neuen Zinsen“ macht die Runde in der Finanzbranche. Doch was muss ein Investor bei der Auswahl der Aktien beachten, um  dauerhaft erfolgreich zu sein?

Ist eine hohe Dividendenrendite bereits die Lösung? So einfach ist die Sache leider nicht. Wer Dividendenaktien allein nach der Höhe der Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs auswählt, dürfte zumindest auf lange Sicht enttäuscht werden. Denn hoch kann die Dividendenrendite auch deshalb sein, weil die Aktie dauerhaft schwach ist. Aktionäre der Dax-Werte Eon und RWE können ein Lied davon singen: Allein in diesem Jahr brachen diese Versorger-Aktien um 50 bis 60 Prozent ein. Bei den Dividendenrenditen lagen sie mit Werten um die sechs Prozent im Dax allerdings weit vorn.

Oft ist zu lesen, dass eine gute Dividendenstrategie auf Aktien basiert, die nachhaltige und hohe Dividenden ausschütten. Schließlich, so die Begründung, hätten Unternehmen, die dauerhaft hohe Dividenden zahlen können, neben soliden Bilanzen gewinnbringende Geschäftsmodelle. Doch auch das kann man pauschal nicht stehen lassen, denn: Einer der dividendenstärksten Werte im Dax war über Jahre hinweg die Deutsche Telekom. Trotzdem  verloren viele deutsche Anleger sehr viel Geld mit der Aktie, weil die enormen Kursverluste  selbst mit hohen Dividenden nicht auszugleichen waren.