„Die Schwarzmeerregion ist unterbewertet wie nie zuvor“

Javier Garcia, Manager des Julius Bär Black See

Javier Garcia, Manager des Julius Bär Black See

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DAS INVESTMENT.com: Russland – mit einem Anteil von 50 Prozent Ihr Kern-Investment – gehört 2011 zu den ganz wenigen Schwellenländern mit einer positiven Performance. Ihr Fonds dagegen liegt zweistellig im Minus. Wo kommen die Verluste im Wesentlichen her?

Javier Garcia
: Die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten hat in Ländern wie der Türkei, Kasachstan oder der Ukraine tiefe Spuren hinterlassen. Dem konnten sich die dort von uns ausgewählten Unternehmen nicht entziehen, auch wenn sie über gesunde Bilanzen und vielversprechende Geschäftsaussichten verfügen. Gegen den Trend sehr positiv haben sich dagegen unsere Beteiligungen in der Mongolei entwickelt.
DAS INVESTMENT.com: Warum zählen Sie die Mongolei zur Schwarzmeer-Region, und wie investieren Sie in einen derart kleinen Markt?

Garcia
: Länder wie Kasachstan oder die Mongolei grenzen zwar nicht direkt ans Schwarze Meer, passen aber perfekt zur Philosophie des Fonds. Beide verfügen über reiche Rohstoffvorkommen und ein im weltweiten Vergleich sehr niedriges Lohnniveau. Was die Mongolei betrifft, so investieren wir dort derzeit ausschließlich über Unternehmen, die in anderen Ländern wie Kanada, Australien oder Hongkong börsennotiert sind und dadurch ausreichend Liquidität aufweisen.