Diskussion um Promi-Fonds-Kritik Max Otte: „Stolz bin ich nicht“, Wachtendorf: „mea culpa“

Max Otte, Egon Wachtendorf, Dirk Müller (v. li.)

Max Otte, Egon Wachtendorf, Dirk Müller (v. li.)

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In seiner Freitags-Kolumne setzte sich Egon Wachtendorf, Chefredakteur von DER FONDS, dem Schwestermagazin von DAS INVESTMENT, mit Fonds von Dirk Müller, Max Otte und Felix Zulauf auseinander. Die großen Erwartungen, die Anleger an die Leistungen der prominenten Fondsmanager hatten, seien nicht erfüllt worden – die Fonds „dümpeln seit ihrer Auflegung mehr schlecht als recht vor sich hin“, kritisierte Wachtendorf. 

Den Grund der schwachen Wertentwicklung sah der DER-FONDS-Chefredakteur unter anderem in den zahlreichen Verpflichtungen, die die prominenten Manager neben ihrem Fonds haben. Vorträge, Lesungen, Uni-Professuren - bei einer solchen Arbeitsbelastung wäre er schon froh, wenn er bei dem Arbeitsaufkommen überhaupt für einige Stunden zum Schlafen kommen würde, von der Fondsverwaltung ganz zu schweigen, schrieb Wachtendorf.

Max Otte nicht mehr als Universitätsprofessor aktiv

Das lassen Otte & Co. natürlich nicht auf sich sitzen. In einem Kommentar stellt Otte erst einmal klar, dass er, anders als von Wachtendorf behauptet, nicht an zwei Universitäten unterrichtet. „Meinen Vertrag mit Graz habe ich auslaufen lassen, mein Vertrag mit Worms ruht, damit ich mich ganz auf die Fonds konzentrieren kann“, schreibt der Börsen-Experte in seinem Kommentar. Wachtendorfs Reaktion: „Mea culpa“, meine Schuld, habe ich nicht gewusst. An der schlechten Wertentwicklung des Max Otte Vermögensbildungsfonds ändere das aber nichts. 

„Stolz bin ich nicht auf Sommer 14 bis Ende 15, aber ich bin davon überzeugt, dass wir wieder auf Kurs sind“, entgegnet Otte. Sein älterer Fonds, der 2008 PI Global, habe immerhin in 6,5 von 8 Jahren den Markt geschlagen. „In der Finanzkrise und bis 2014 lief es blendend. Den MSCI habe ich immer noch outperformt.“