Dreschers Fondsgedanken Indexfonds: Schlägt das Imperium jetzt zurück?

Björn Drescher, Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie.

Björn Drescher, Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie.

Ihr Kalkül: Je mehr Investoren passive Strategien verfolgen, umso einfacher müsste es aktiv agierenden Fondsmanagern fallen, sich die Automatismen der Wettbewerber zunutze zu machen. Sie sind überzeugt, dass das Markt-Beta nach langjähriger Hausse an den Renten- und Aktienmärkten tendenziell stärker in den Hintergrund rückt und Alpha zur wichtigsten Renditequelle avanciert. Soweit die Theorie! Wird da bisweilen im dunklen Wald gepfiffen? Ist da der Wunsch der Vater des Gedankens? Vielleicht finden wir die Antworten schneller, als wir denken.

Schließlich klingt es derzeit aus den USA so, als ließe die Nagelprobe gar nicht mehr so lange auf sich warten. So ist zu vernehmen, dass bereits heute ein Drittel aller Transaktionen am US-Aktienmarkt passiven Investoren zuzuschreiben ist. Tendenz steigend. Inzwischen zeigt sich, wie zu hören ist, auch die Börsenaufsicht SEC etwas verunsichert und will sich nun eingehender mit ETFs und ihren Auswirkungen beschäftigen. Und auch die Wissenschaft tritt auf den Plan und weist auf negative Auswirkungen flächendeckender Investments nach dem Gießkannenprinzip hin. Erste Vertreter fordern bereits, der Größe von Fondsgesellschaften regulatorische Grenzen zu setzen.