Dreschers Fondsgedanken „Nur jeder 7. Deutsche hält einen Fonds im Depot“

Björn Drescher, Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie.

Björn Drescher, Gründer und Geschäftsführer von Drescher & Cie.

Penetrante Vertriebstechniken in der Fondsberatung und markige Sprüche wie „Ein Tag ohne Antrag ist ein verlorener Tag“ machen mich persönlich nachdenklich und lassen mich eher Sympathien für den Verbraucherschutz entwickeln, als dass sie meine Zustimmung finden.

Allem Anschein nach leidet die Fondsidee, wie eine aktuelle Studie unseres Hauses belegt, derzeit aber an einem echten Verbreitungsproblem und könnte eine etwas verbindlichere bis härtere Vertriebsgangart gebrauchen. Von 640 befragten Finanzdienstleistern antworteten auf unsere Frage „Wie viele Neukunden haben Sie in den vergangenen zwölf Monaten akquiriert?“ 42 Prozent mit 1 bis 5, 30 Prozent mit 5 bis 10 und 17 Prozent mit 10 bis 20. Nur wenige konnten im vergangenen Jahr demnach mehr als 20 neue Kunden finden. Anders formuliert: 72 Prozent der Befragten finden im Jahresschnitt nicht einmal einen neuen Kunden pro Monat. Man fragt sich, ob das Zahlenmaterial Sättigung (nicht wollen) oder Unvermögen (nicht können) ausdrückt. Weniger als ein Dutzend neuer Kunden pro Jahr muss man sich ja auch leisten können. Es kann ja auch nicht daran liegen, dass schon alle potenziellen Anleger Fondskunden wären. Bei Drescher & Cie gehen wir davon aus, dass gerade einmal jeder siebte Deutsche derzeit direkt einen Fonds im Depot hält.

Es gibt also noch viel Aufklärungsarbeit für die Fondsidee zu leisten. Und es muss da irgendwo zwischen Drücken und Altruismus auch noch einen goldenen Mittelweg geben.