Durch Gespräche ermittelt Die 5 wichtigsten Trends im Fondsmanagement

Ma Huateng, alias Pony Ma, ist Chef des Internet-Giganten Tencent, besitzt rund 51 Milliarden Dollar und ist einer der reichsten Menschen der Welt: Vermögensverwalter müssen sich darauf einstellen, dass es zunehmend reiche Menschen in Asien gibt. | © Getty Images

Ma Huateng, alias Pony Ma, ist Chef des Internet-Giganten Tencent, besitzt rund 51 Milliarden Dollar und ist einer der reichsten Menschen der Welt: Vermögensverwalter müssen sich darauf einstellen, dass es zunehmend reiche Menschen in Asien gibt. Foto: Getty Images

Zugegeben, der Bericht „Top financial services issues of 2018“ hat schon einige Monate auf dem Buckel. Doch jetzt friemelt Vermögensverwaltungsspezialist Thomas J. Holly von PWC mal die fünf Punkte heraus, die Fondsmanager in den USA in diesem Jahr umtreiben und die Industrie besonders stark verändern werden.

Auf die Frage, was sie aus dem Jahr 2017 mitnehmen, antworteten übrigens die meisten „Gebührendruck“. Aber das hier kommt noch.

Steuerreform

Die große Steuerreform von US-Präsident Donald Trump wurde schon Ende Dezember zum Gesetz. Das meiste davon griff auch schon Anfang Januar. Trotzdem denken viele über mögliche Effekte nach, die über die normale Steuerplanung hinausreichen. Holly verweist auf einen Blog-Eintrag seines Kollegen Brian Rebhun, der sich dem Thema ausführlich widmet.

Globale Trends

Die Gruppe der Superreichen (Ultra High Net Worths, UHNW) verändert sich, stellt Holly fest. Ein hauseigener Bericht habe schon gezeigt, dass es inzwischen mehr Milliardäre in Asien gibt als in den USA. Wobei die UHNWs in den USA in Summe noch mehr Geld haben als jene in Asien, wie Holly anmerkt. Aber das werde sich auch noch ändern. Steigende Hauspreise seien ein Grund. Aber ist der nachhaltig oder nicht? Das werde man noch sehen.

Kosten senken

Weil 2017 im Zeichen sinkender Gebühreneinnahmen stand, schauen Fondsmanager nun, wie sie ihre Kosten senken können. Und stoßen auf zwei Punkte: 1. Sie lagern administrative Büro-Arbeiten an externe Anbieter aus. Wobei das nur in bestimmten Grenzen gehe, merkt Holly an. Und das meiste davon sei schon durchgezogen worden. 2. Sie automatisieren, wo sie nur können. Wenn Maschinen wiederholbare Vorgänge übernehmen, können die Menschen die höherwertigen Dinge erledigen. Holly hat schon einige Firmen gesehen, die Geld in derartige Projekte steckten, die sich dann aber nicht rechneten. Wer es richtig machte, der hatte sich erst ein Bild des betroffenen Ablaufs gemacht und ihn dann umsichtig verändert, „und nicht einfach Technik auf das Problem geworfen“.

Künstliche Intelligenz und digitale Angestellte

Laut Holly haben sich einige führende Vermögensverwalter bereits voll und ganz der künstlichen Intelligenz verschrieben. Die könnten mit denkenden Maschinen inzwischen Fonds managen und ihre Abläufe verbessern: zum Beispiel Kontrakte sichten, Finanzinstrumente analysieren, Soziale Medien durchsuchen. Je stärker der Gebührendruck, desto schwieriger sei es, Dinge beim alten zu lassen.

Mitarbeiter-Strategie

Trotz aller Maschinen bleiben Holly zufolge die Themen Regulierung, Vertrauen und Risikomanagement bestehen – nur dass sie sich durch die denkenden Maschinen verändern. Manager werden weiterhin für ihre Anleger entscheiden müssen. Deshalb müssen sie die künstliche Intelligenz verstehen. Das sollten Manager sicherstellen, neben der Aufgabe, die Mitarbeiter auf den Umgang mit denkenden Maschinen richtig vorzubereiten.

Einen größeren Bericht zum Thema finden Sie hier.