DWS Aktien Strategie Deutschland DWS Top Dividende & Co. Deutsche Asset Management: „Kein Kahlschlag bei aktiv gemanagten Fonds“

Nicolas Moreau, ehemals aus dem Management-Komittee des Versicherungskonzerns Axa, ist seit Oktober Chef des Vermögensverwalters der Deutschen Bank Deutsche Asset Management | © Getty Images

Nicolas Moreau, ehemals aus dem Management-Komittee des Versicherungskonzerns Axa, ist seit Oktober Chef des Vermögensverwalters der Deutschen Bank Deutsche Asset Management Foto: Getty Images

Ein Interview mit „Welt am Sonntag“ zitiert den Chef der Deutsche Asset Management Nicolas Moreau mit der Ankündigung, das Unternehmen plane eine Auslese in Reihen seiner aktiv gemanagten Fonds vorzunehmen. „Mehr Klasse, weniger Masse, das muss auch für uns die Lösung sein“, zitiert die Zeitung den Manager, der im Oktober bei Deutsche Asset Management die Nachfolge des erkrankten Quintin Price angetreten hat.

Plant die Deutsche Asset Management also, die Palette ihrer aktiv gemanagten Fonds in größerem Umfang einzuschränken – und sind von einem Umbau möglicherweise auch Flaggschiff-Fonds des Unternehmens wie etwa der DWS Aktien Strategie Deutschland betroffen, der vor einigen Monaten ein Soft Closing vornahm? DAS INVESTMENT.com hakte bei Deutsche Asset Management nach.

Statt Kahlschlag drei Neuauflagen geplant

Das Unternehmen kontrolliere ständig seine Fondpalette, um nachzuvollziehen, ob Produkte nach wie vor die Erwartungen erfüllten. Dabei würden regelmäßig auch Produkte vom Markt genommen, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber unserem Portal. Der Bereich der aktiv gemanagten Fonds solle nicht zurückgefahren werden, auch wenn man sich vom Bereich der Passivprodukte derzeit ein größeres Wachstumspotenzial verspreche. Keineswegs sei also ein Kahlschlag geplant. Im Gegenteil: Im kommenden Halbjahr plane das Unternehmen im aktiv gemanagten Bereich drei Fonds neu aufzulegen. Zu Einzelheiten wolle man sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.

Steht also überhaupt keine Schließung an? – Eine Fondsschließung im Rahmen der üblichen Anpassung der Produktpalette sei aktuell lediglich bei einem kleinvolumigen Produkt geplant, dem DWS Emerging New Deal Fund, der weniger als 20 Millionen Euro verwaltet. Aufgrund der geringen Zuflüsse wolle man sich von dem Fonds trennen. Von der Schließung seien deutsche Anleger nicht betroffen, versichert der Sprecher: Der Fonds ist in Deutschland nicht zum Vertrieb zugelassen.