DWS Intervest: Ein Klassiker kommt in Fahrt

Intervest-Fondsmanager Marc Alexander Kniess

Intervest-Fondsmanager Marc Alexander Kniess

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Die Deutsche-Bank-Tochter ist damals gerade drei Jahre alt und verwaltet ausschließlich den deutschen Aktienfonds Investa. Doch der Neue trifft rasch auf Zuspruch: Nach nur sechs Wochen sind 790.000 Anteile im Wert von 68 Millionen Mark abgesetzt. Auch der Wertzuwachs kann sich mit einem stattlichen Plus von 117 Prozent für die ersten zehn Jahre sehen lassen. Dann jedoch beginnen die mageren Siebziger, DWS-Sparer vertrauen eher Renten-fonds und dem etwas konservativer aufgestellten Akkumula ihr Geld an. Mit dem DWS Vermögensbildungsfonds I kommt überdies eine weitere interne Alternative hinzu. Bis heute steht der Intervest mit einem Volumen von 360 Millionen Euro etwas im Schatten der beiden jüngeren, aber deutlich größeren Brüder. Offensive Ausrichtung macht sich bezahlt Obwohl er sich keinesfalls hinter ihnen und dem Rest der Konkurrenz verstecken muss: Sowohl über drei als auch über fünf und zehn Jahre liegt der Jubilar deutlich über dem Vergleichsindex MSCI World und dem Durchschnitt der global anlegenden Aktienfonds (siehe Charts). Im laufenden Jahr lässt er den Akkumula um 8 Prozent-punkte und den DWS Vermögensbildungsfonds I sogar um 11 Prozentpunkte hinter sich. „Der Intervest ist eine Spur offensiver ausgerichtet als die beiden anderen und kann aufgrund seines niedrigeren Volumens auch etwas flexibler agieren“, sagt Marc-Alexander Kniess, der den Fonds im Herbst 2005 von DWS-Aktienchef Klaus Kaldemorgen übernommen hat. Darüber hinaus achtet Kniess stark auf Sentiment-Indikatoren, die Aufschluss über die jeweilige Stimmung der Marktteilnehmer geben. Deshalb war er schnell zur Stelle, als Anfang März erste Signale einer Trendwende die Runde machten. Er reduzierte den zwischenzeitlich auf fast 20 Prozent gewachsenen Kassenanteil und investierte insbesondere in zyklische Titel aus den Bereichen Industrie, Grundstoffe, Energie und Informationstechnologie.