Hype übertrieben, Aktie zu teuer Die Tesla-Aktie könnte zu den Verlierern gehören

Norbert Hagen, Vorstand der ICM Investment Bank: Die Tesla-Aktie ist überteuert | © ICM

Norbert Hagen, Vorstand der ICM Investment Bank: Die Tesla-Aktie ist überteuert Foto: ICM

Die Stars auf der anstehenden IAA werden ohne Frage Autos mit elektrischem Antrieb sein. Audi wird den e-tron zeigen. Der Elektro-SUV soll kommendes Jahr in Serie gehen. BMW will wohl den elektrifizierten 3er vorstellen, der ab 2019 dem „Volks-Tesla“ Model 3 in die Parade fahren soll. Und auf dem Mercedes-Stand kann möglicherweise der EQ-A begutachtet werden, die elektrische Variante der neuen A-Klasse – bestätigt ist das aber noch nicht. Die Aufzählung ließe sich lange fortsetzen.

Nachdem der Diesel jetzt auch in Europa langsam aber sicher adieu sagt - die Zulassungen für Neuwagen sind stark rückläufig - müssen die Volumenhersteller E-Autos promoten, sonst bekommen sie ihren Flottenverbrauch nicht unter die weiter sinkenden Emissionsobergrenzen gedrückt. In den USA und China, den beiden größten Automärkten der Welt, spielen Selbstzünder schon heute nicht einmal eine Nebenrolle.

Kein Wunder, dass sich die Autohersteller mit ambitionierten Zielvorgaben, zumindest offiziell, gegenseitig übertrumpfen. BMW will 2025 rund 15 bis 25 Prozent seiner verkauften Pkw mit einem Elektromotor ausstatten. Das wären in etwa 360.000 bis 600.000 Fahrzeuge. Damit hätten allein die Münchner im vergangenen Jahr zwei Drittel der gesamten weltzweiten Nachfrage nach E-Auto bedienen können. Mercedes ist mit ähnlichen Zielen unterwegs. VW will 2025 sogar zwei bis drei Millionen elektrisch angetriebene Pkw auf die Straße bringen.