Ebase-Chef zum Fondsberater-Markt „Bei Rentenfonds übersteigen die Käufe jetzt wieder die Verkäufe“

Rudolf Geyer: Der Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) erklärt die wichtigsten Bewegungen in den Kundenportfolios. | © Ebase

Rudolf Geyer: Der Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank European Bank for Financial Services (Ebase) erklärt die wichtigsten Bewegungen in den Kundenportfolios. Foto: Ebase

ARTIKEL-INHALT 

DAS INVESTMENT: Welche Entwicklungen zeichnen sich in der Depot-Analyse für Dezember 2017 ab?

Rudolf Geyer: Der Fondshandel der Ebase-Kunden hat sich seit Oktober sehr dynamisch entwickelt. Mit 153 Prozent hat die Handelsaktivität im Dezember nicht nur den höchsten Stand des Jahres 2017 erreicht, sondern sogar der letzten zwei Jahre (Grafik 1).

Da zahlreiche Anlagen im Jahresverlauf eine sehr erfreuliche Performance aufwiesen und mehrere Indizes neue Allzeithochs vermelden konnten, haben die Anleger zum Jahresende vielfach Umschichtungen vorgenommen. Der Fundflow-Faktor, welcher das Verhältnis zwischen Nettomittelzuflüssen und -abflüssen zeigt, ist mit einem Wert von 1,01 geringfügig positiv (Grafik 2), das heißt die Nettomittelzuflüsse liegen gut einen  Prozentpunkt über den Nettomittelabflüssen.

Welche Anlagen waren besonders gefragt?

Während die Handelsaktivitäten über alle Fondstypen hinweg sehr ausgeprägt waren, wurden insbesondere bei Mischfonds und ETFs die jeweiligen Bestände ausgebaut. Auch bei Rentenfonds haben die Käufe die Verkäufe erstmals seit einigen Monaten insgesamt überstiegen, dabei waren insbesondere global sowie in Europa investierende Fonds gefragt. Bei Aktienfonds zeigte sich dagegen ein gemischtes Bild.

Gibt es regionale Präferenzen bei der Nachfrage nach aktiv gemanagten Aktienfonds?

Während die Bestände von in Europa und speziell in Deutschland anlegenden Aktienfonds, mit Fundflow-Faktoren von 1,18 beziehungsweise 1,23 weiter ausgebaut wurden, wurden weltweit aber auch in Asien investierende Aktienfonds überwiegend verkauft (Fundflow-Faktoren 0,88 beziehungsweise 0,71). Die in am amerikanischen Markt investierenden Aktienfonds angelegten Mittel blieben weitestgehend unverändert (Fundflow-Faktor 1,01).