Ebase-Chef zum Fondsberater-Markt im April 2016 Minenfonds gefragt: „Zeigt, dass Fondsberater schnell reagieren“

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase

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Die bei der B2B-Direktbank Ebase angeschlossenen Fondsvermittler betreuen mehr als eine Millionen Kundendepots mit einem Volumen von insgesamt rund 26 Milliarden Euro. In einer exklusiven Kooperation liefert Ebase DAS INVESTMENT Daten zu Handelsaktivitäten und Mittelzuflüssen – sowohl zu Fondskategorien als auch auf Einzelfondsebene. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Im folgenden Gespräch zeigt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der B2B-Direktbank Ebase, die wichtigsten Trends auf.

Herr Geyer, welche Entwicklungen aus Ihrer April-Depotanalyse haben Sie am meisten überrascht?

Eine interessante Entwicklung ist, dass sich in mehreren Kategorien Fonds und ETFs mit Fokus auf Minenaktien zu den meistgehandelten Produkten gehören. Eine solche Entwicklung war länger nicht zu beobachten und liegt natürlich mit an den aktuell steigenden Rohstoff- und Edelmetallpreisen. Es zeigt aber auch, dass die an Ebase angeschlossenen Partner im Rahmen ihrer aktiven Beratung auf neue Entwicklungen an den Märkten schnell reagieren. Dasselbe lässt sich auch über sogenannte Selbstentscheider sagen, die über Vermittler zu uns kommen.



Die Handelsaktivitäten der Fondsberater sind in vielen Kategorien deutlich zurückgegangen und befinden sich überwiegend auf einem Jahrestief. Wie interpretieren Sie diese Passivität und was sind die Hauptgründe dafür?   

Man muss sich vor Augen halten, dass die Märkte im April weiterhin massiv geschwankt haben. Wenn man den Dax betrachtet, hat der Index zunächst fast 1.000 Punkte zugelegt und dann nahezu den gesamten Gewinn wieder abgegeben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Handelsvolumen im vergangenen Monat rückläufig war. Hinzu kommt, dass durch immer weitere Verbreitung von Negativzinsen das gesamte Anleihesegment praktisch auf den Kopf gestellt wurde. Wenn sich Staaten oder Unternehmen Geld leihen, müssen sie mittlerweile oftmals keine Zinsen bezahlen, sondern  bekommen noch Geld vom Schuldner dazu. Hier müssen Anlagestrategien überdacht und neu ausgerichtet werden. Ich bin aber überzeugt, dass die Handelsaktivitäten auch wieder deutlich steigen werden, sobald dies geschehen ist.