Edelmetall-Experte Martin Siegel Gold befindet sich im Abwärtstrend

Goldbarren. Der Abwärtstrend beim Goldpreis könnte sich noch einige Zeit fortsetzen, glaubt Rohstoff-Experte Martin Siegel. | © Degussa Goldhandel

Goldbarren. Der Abwärtstrend beim Goldpreis könnte sich noch einige Zeit fortsetzen, glaubt Rohstoff-Experte Martin Siegel. Foto: Degussa Goldhandel

Martin Siegel

Eine ungünstige Phase für das Edelmetall Gold sieht Martin Siegel derzeit voraus. Der Goldpreis stehe auf einem Jahrestief – und auch insgesamt sei er im Abwärtstrend begriffen, schätzt der Geschäftsführer des Edelmetall-Fondshauses Stabilitas.

Von April bis Ende Juli habe Gold 12 Prozent an Wert verloren, erinnert Siegel. Schuld an der Misere seien vor allem spekulative Geschäfte an den Terminbörsen: Hier setzten Anleger derzeit auf fallende Preise. Gleichzeitig stehe Gold in seiner physischen Form allerdings hoch im Kurs: „Nach einem schwachen ersten Halbjahr steigt die Nachfrage nach physischem Gold seit Anfang Juli sprunghaft an“, berichtet Siegel. Die gegenläufigen Trends aus fallendem Preis und steigender Nachfrage könnten sich ihm zufolge noch eine Zeitlang fortsetzen.

Auch Ölpreise schwächeln

Mit seiner Abwärtsbewegung fügt sich Gold in die Reihe anderer Edelmetalle ein. Auch Silber, Platin und Palladium verloren im Juli an Wert. Platin lag mit 840 US-Dollar je Feinunze sogar auf seinem niedrigsten Stand seit Oktober 2008.

Der Abwärtstrend zeigt sich laut Siegel nicht nur bei Edelmetallen, sondern auch bei Metallen wie Zink, Aluminium oder Kupfer – und ebenso bei den Ölpreisen. Das sei derzeit zwar noch kein Warnsignal, glaubt der Stabilitas-Experte. Dennoch fürchtet er: „Sollten aber beide über mehrere Monate signifikant zurückgehen, könnte das auf eine schlechtere Lage der globalen Konjunktur hindeuten.“