Eigene Regelwerke Mifid II machtlos: Hier fehlt es deutschen Vermögensverwaltungen an Regulierung

Facebook: Der Umgang deutscher Fondsgesellschaften mit sozialen Medien ist nicht geregelt. Foto: Getty Images

Facebook: Der Umgang deutscher Fondsgesellschaften mit sozialen Medien ist nicht geregelt. Foto: Getty Images

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Die EU-Finanzmarkt-Richtlinie Mifid II stößt bei vielen Marktteilnehmern auf massive Kritik. „Mifid ist ein Monster“, erklärte ein Maklerpool-Experte bei einem von DAS INVESTMENT organisierten Roundtable zum Vertrieb von Fondspolicen. Ein weiterer Marktexperte befürchtet, dass der Zuwendungsverbot im Mifid II nach hinten losgehen und kleineren Vermögensverwaltern den Zugang zum Research abschneiden würde. Der Tenor all dieser Aussagen - der europäische und vor allem der deutsche Markt würden zu stark reguliert.

In einem Bereich können deutsche Asset Manager aber schalten und walten wie es ihnen beliebt - im Gegensatz zu europäischer und US-amerikanischer Konkurrenz. Dabei geht es um die Unternehmenskommunikation über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co. 

Deutschland: Keine besonderen Regeln zur Nutzung von Social Media

In Deutschland gebe es keine besonderen Regeln für Asset Manager zur Nutzung von Social Media, berichtet die Börsen-Zeitung. Dabei beruft sich das Blatt auf Angaben der Aufsichtsbehörde Bafin. „Es gelten die allgemeinen Vorschriften wie zur Aufzeichnung und Dokumentation“. Auch für die Zukunft plant die deutsche Finanzaufsicht keine speziellen Regeln für den Umgang der Fondsgesellschaften mit Facebook & Co. aufzustellen.