Ein Zeitvertreib – nicht mehr Vergessen Sie alle Prognosen für 2017!

Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung

Stephan Albrech, Vorstand der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung

Wie jedes Jahr blicken derzeit viele professionelle Anleger auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Die vorherrschende Meinung lautet: Die vielen Überraschungen von Brexit bis Trump hat niemand vorhersehen können. Das stimmt – und ist als Rechtfertigung doch grundfalsch!

Alle Jahre wieder tun Vertreter von Banken, Fondshäusern und Vermögensverwaltungen in den Medien kund, was sie fürs kommende Anlagejahr erwarten. Dass die Mehrheit der Auguren mit ihren Prognosen zuvor weit danebenliegt, stört offenbar niemanden. Warum auch? Die Finanzbranche bringt sich beim Publikum in Erinnerung, die Medien haben Geschichten für den Verkauf. Und die meisten Anleger stürzen sich auf diese Stories, weil sie es nicht besser wissen.

Prognosen sind ein Zeitvertreib – nicht mehr!

Dabei bietet der Rückblick auf das Jahr 2016 gute Gründe für Anleger, endlich aufzuwachen. Viele Experten rechtfertigen die mageren Anlageergebnisse mit zahlreichen „unvorhersehbaren Ereignissen“, etwa dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) oder der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Fragen Sie sich doch einmal: Welchen Wert haben Prognosen, wenn die Finanzpropheten zugeben, dass sie keine Vorhersagen treffen können („unvorhersehbar“)? Offenbar keinen! Dass sie es nicht können, liegt nicht an den Leuten (was diese offenbar nicht verstehen), es liegt an der Materie: Niemand kann wissen, was in der Zukunft passiert – und erst recht nicht, wie der Markt darauf reagiert! Warum darauf hören?