Eine Seite rauf, die andere runter Warum die Erträge offener Immobilienfonds stabil bleiben

Berliner Dom. Die deutsche Hauptstadt ist unter anderem bei Immobilieninvestoren beliebt. | © Michael Dunn/<a target=„_blank“ href=„https://www.pixelio.de/“;>Pixelio.de</a>

Berliner Dom. Die deutsche Hauptstadt ist unter anderem bei Immobilieninvestoren beliebt. Foto: Michael Dunn/Pixelio.de

Wer Anteile an offenen Immobilienfonds kauft, kann sowohl von Mieteinnahmen als auch von einer möglichen Wertsteigerung der Objekte profitieren. Die Analyseagentur Scope hat jetzt untersucht, wieviel Gewinn die beiden Komponenten bescheren.

Woher die Erträge kommen

Die Analysten sahen sich dazu die Erträge von 14 offenen Immobilienfonds für Privatanleger für das Jahr 2017 an. Sie kommen zu dem Ergebnis: Die durchschnittliche Netto-Mietrendite lag im vergangenen Jahr bei 4,0 Prozent, die Wertänderungsrendite bei 1,4 Prozent. Beides zusammengerechnet und Steuern sowie Kosten für Fremdkapital davon wieder abgezogen, haben die Immobilienportfolios ein mittleres Plus von 4,8 Prozent gemacht.

Allerdings sind in den Fondsportfolios nicht nur Immobilien enthalten. Sie machen vielmehr nur durchschnittlich 80 Prozent des Fondsvermögens aus. Rund 20 Prozent hielten die Fonds in liquiden Mitteln, vor allem in Bankeinlagen und Geldmarktpapieren. Das drückt wiederum auf das Ergebnis. Nach Berücksichtigung der Magerzinsen bleiben noch 3,8 Prozent übrig, rechnet Scope vor.  

Zieht man davon noch die Fondskosten ab, trugen die untersuchten 14 Immobilienfonds ihren Anlegern durchschnittlich 2,7 Prozent Rendite ein. Dieses Ergebnis von 2017 deckt sich nahezu mit den Zahlen von 2016.

Durchschnittliche Gesamtrendite offener Immobilienfonds

Scope/Jahresberichte der offenen Immobilienpublikumsfonds

Trends gleichen sich aus

Scope stellt fest: Seit 2013 sinkt der Nettoertrag, den offene Immoblienfonds mit Mieten aus ihren Bestandsobjekten erwirtschaften. 2013 gab es noch 4,8 Prozent, 2017 nur noch 4,0 Prozent Rendite. Für die Entwicklung machen die Analysten die hohen Preise der neu hinzugekauften Immobilien verantwortlich. Insgesamt lagen die Netto-Mietrenditen 2017 zwischen 3,2 Prozent und 5,3 Prozent. Die besten Ergebnisse im Scope-Test erzielte der Fonds Grundbesitz Fokus Deutschland.

Die Wertänderungsrenditen steigen dagegen seit 2014 an. Laut Scope gewannen legten die Immobilienportfolios 2017 durchschnittlich um 1,4 Prozent an Wert zu. 2016 waren es noch 1,0 Prozent.

Beide Effekte, die Wertsteigerung der vorhandenen Immobilien und die geringere Rendite aus Mieteinnahmen durch immer teurere Objekte – gleichen sich gegenseitig aus, stellen die Analysten fest: Die Gesamtrendite der offenen Immobilienfonds bleibe daher stabil.