Einsteiger-Fonds „Der erste Schritt“ Neue Heimat für Erspartes

Mädchen mit Violine. Erste Schritte zum Erfolg kosten häufig Überwindung, zahlen sich jedoch ebenso häufig aus. Flossbach von Storch möchte Anlegern den Einstieg in die Geldanlage erleichtern. | © Getty Images

Mädchen mit Violine. Erste Schritte zum Erfolg kosten häufig Überwindung, zahlen sich jedoch ebenso häufig aus. Flossbach von Storch möchte Anlegern den Einstieg in die Geldanlage erleichtern. Foto: Getty Images

US-Amerikaner, Briten, Niederländer, Schweden, Schweizer – Sparer in diesen Ländern denken unternehmerisch. Über Generationen hinweg ist der Kapitalmarkt dort mit positiven Erfahrungen verbunden. Staatliche Anreize sorgen dafür, dass breite Bevölkerungsteile für den Vermögensaufbau an der Börse aktiv sind.

Anders hierzulande: Wer sein Geld auf dem Sparbuch liegen lässt, verliert Kaufkraft. Die Niedrigzinsen in der Eurozone, die unter der Inflationsrate liegen, lassen die Kaufkraft von Guthaben über die Jahre schrumpfen. Wer Geld zurücklegt, um sich in einigen Jahren Wünsche zu erfüllen, steckt in einem Dilemma. Die Deutschen horten aktuell mehr als 2,3 Billionen Euro auf ihren Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten. Und verschenken dabei sehr viel Geld.

Kapitalanlage wird zur Zukunftsfrage

Wie gelingt der erste Schritt hin zu einer einträglichen Kapitalanlage? Der Vermögensverwalter Flossbach von Storch nimmt sich dieses gesellschaftlich sehr wichtigen Themas an. Um Kapitalanlegern Wege aus dem falschen, weil zinslosen Sparen auf Sparbuch und Tagesgeldkonten aufzuzeigen, wurde im Januar 2018 der Fonds „Flossbach von Storch – Bond Total Return“ in „Flossbach von Storch – Der erste Schritt“ (ISIN: LU0952573136) umbenannt. Zeitgleich erfolgte eine Änderung der Anlagestrategie: Der Fokus des Fonds liegt auf Anleihen, ergänzt um ausgewählte Aktien.

„Im Fonds liegen bereits gut 200 Millionen Euro. Kapital unserer Firma, der Inhaber und vieler Kunden“, erklärt Kurt von Storch, Mitgründer von einem der größten bankenunabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands, und ergänzt: „Das Anlageprodukt besitzt damit bereits einen mehrjährigen, überzeugenden Leistungsnachweis.“ Nach der Umstellung hält der Fonds neben Anleihen ein geringe Aktienquote – maximal 15 Prozent. Auf der Aktienseite nimmt das Fondsmanagement Aktien sehr guter Unternehmen mit erprobtem Geschäftsmodell, hohem Cashflow, sauber finanzierten Bilanzen und stetigen Dividendenzahlungen ins Depot. „Qualität schlägt langfristig den Durchschnitt“, sagt Elmar Peters, der gemeinsam mit Frank Lipowski den Fonds managt. „Wir sind Investoren, keine Spekulanten.“

Mit diesem Modell wollen die Fondsverwalter den Anlegern den Einstieg in die Geldanlage mit Fonds erleichtern. Für den langfristigen Vermögensaufbau müssen dann weitere Schritte hin zu risikoreicheren, im Gegenzug aber auch einträglicheren Produkten folgen. Nach dem Verständnis der Asset Manager ermöglicht der erste Schritt jedoch den Einstieg in den Kapitalmarkt, ohne den weitreichendere Schritte zum Vermögenserwerb gar nicht möglich wären.

Welche Rendite ist vom „Ersten Schritt“ zu erwarten?

Nach Kosten strebt der Fonds „Flossbach von Storch – Der erste Schritt“ ein Prozent Rendite an. Kurt von Storch: „Das klingt jetzt nicht besonders fulminant. Ist aber besser als null, und hilft denjenigen Anlegern, die zwei oder drei Jahre investiert bleiben, nicht nur, um mehr Rendite zu erzielen, sondern auch um erste positive Erfahrungen mit dem Fondsinvestment zu sammeln.“

Um Sparern den Wechsel in Kapitalmarktanlagen leichter zu machen, trägt der Fonds auch keinen künstlich verkomplizierten Namen, wie es so häufig in der Finanzbranche vorkommt. Von Storch ist davon überzeugt: Der erste Schritt zur Geldanlage am Kapitalmarkt „kostet Überwindung, aber er ist machbar – und er wird sich für den, der ihn zu gehen bereit ist, lohnen. Es geht darum, Sparern eine Möglichkeit zu zeigen, mehr zu verdienen, als Sparbuch, Tages- oder Festgeld ihnen bieten, ohne dabei allzu große Risiken eingehen zu müssen. Wir wollen ihrem Ersparten eine neue Heimat geben.“

Förderung der Aktienkultur als persönliches Anliegen

Im Vergleich zu anderen erfolgreichen Volkswirtschaften war stets ein viel zu geringer Teil der Deutschen im Aktienmarkt engagiert. Der Löwenanteil der Dividenden aus dem Aktienindex DAX fließt daher Jahr für Jahr an ausländische Investoren. Den Gründern von Flossbach von Storch ist es daher ein großes persönliches Anliegen, die Finanzbildung der Deutschen zu fördern.

Als Basis für die grundlegende Verbesserung der Anlegerkultur in Deutschland haben Bert Flossbach und Kurt von Storch vor sieben Jahren die Flossbach-von-Storch-Stiftung gegründet. Stiftungszweck ist es, junge Menschen für Wirtschafts- und Finanzthemen zu interessieren. „Viele junge Menschen haben keine Ahnung von Versicherungen. Von Kapitalmarktthemen und der Börse ganz zu schweigen. Das kann und darf nicht sein. Jeder junge Mensch sollte in der Lage sein Finanzentscheidungen selbst zu treffen“, sagt von Storch.

Im Rahmen der Stiftungsarbeit hat der Vermögensverwalter mit dem „Handelsblatt“ und dem Institut für öffentliche Bildung in Oldenburg den Schülerwettbewerb econo=me ins Leben gerufen. Mehr als 3.000 Schüler aus ganz Deutschland haben mittlerweile daran teilgenommen. Von Storch: „Hier erarbeiten Schüler Beiträge zu bestimmten Finanzthemen, Wissen wird also spielerisch vermittelt. So entstehen Videos, Websites, Radiobeiträge oder Aufsätze. Es waren auch schon Lieder und Gedichte dabei. Es funktioniert, ist aber nur ein Anfang.“ Aber: Der erste Schritt ist getan.