Elefantenhochzeit in der Investmentbranche Henderson und Janus besiegeln Zusammenschluss

Zukünftige Doppelspitze der Janus Henderson Group: Janus-Chef Dick Weil und Henderson-Chef Andrew Formica

Zukünftige Doppelspitze der Janus Henderson Group: Janus-Chef Dick Weil und Henderson-Chef Andrew Formica

Der Zusammenschluss der Fondshäuser Janus Capital und Henderson ist perfekt: Das neue Unternehmen firmiert ab sofort unter dem Namen Janus Henderson. Der Zusammengang des britischen Anbieters Henderson mit dem US-Vermögensverwalter Janus sei ein „Merger of Equals“, also ein Zusammenschluss von Gleichen, betonen die Unternehmen. Produkte und Dienstleistungen beider Häuser werden ab sofort unter dem Namen Janus Henderson Investors vertrieben.

Das neu geschaffene Unternehmen verwaltet ein Anlagevermögen von rund 331 Milliarden US-Dollar – etwa 309 Milliarden Euro - und beschäftigt weltweit über 2.000 Mitarbeiter. Hauptsitz von Janus Henderson ist London. Besonderheit: An der Spitze stehen vorerst zwei Co-Chefs – neben Henderson-CEO Andrew Formica auch Janus-Chef Dick Weil, der sein Büro aus den USA nach London verlegt.

Die Aktie des neuen Unternehmens wird an den Börsen New York und an der australischen Börse gelistet sein. Parallel dazu erlischt Hendersons Notierung an der Londoner Börse.

Bereits im vergangenen Herbst hatten die beiden Fondshäuser ihre Absicht zur Fusion bekannt gemacht. Von dem Zusammenschluss erhoffe man sich Skaleneffekte, verriet Henderson-Vertriebsleiterin Daniela Brogt gegenüber unserem Portal: Als mittelgroßer Vermögensverwalter könne Henderson mit Unterstützung durch das US-Haus schneller wachsen und möglicherweise zu einem der Top-50-Unternehmen der Branche weltweit aufsteigen, so das Kalkül.

Der Zusammenschluss von Janus und Henderson reiht sich ein in eine Reihe von weiteren angekündigten oder bereits vollzogenen Fusionen in der Investmentbranche. So will sich Standard Life Investments, Ableger des britischen Versicherungskonzerns Standard Life, mit dem schottischen Fondshaus Aberdeen zusammenschließen. Erst im vergangenen Dezember war die Übernahme der Unicredit-Tochter Pioneer Investments durch das französische Haus Amundi bekannt gegeben geworden.