Emerging Markets: Auf die Streuung kommt es an

Arbeiter in der mongolischen Kupfermine Oyu Tolkoi auf dem Weg zur Mittagspause. Das Geschäft boomt – es mussten sogar chinesische Leiharbeiter geholt werden

Arbeiter in der mongolischen Kupfermine Oyu Tolkoi auf dem Weg zur Mittagspause. Das Geschäft boomt – es mussten sogar chinesische Leiharbeiter geholt werden

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„Alle glauben, dass die Märkte zwischen 2002 und 2007 die normalen waren, und hoffen auf die Rückkehr zu dieser Normalität“, sagt Hartwig Kos von Baring Asset Management. Zusammen mit Percival Stanion verwaltet er den Multi- Asset-Fonds Baring Dynamic Emerging Markets (WKN: A1J BXA). „Historisch betrachtet waren sie es aber nicht. Stattdessen ist die Situation seit 2008 viel repräsentativer für die vergangenen 100 Jahre. Daher werden die Märkte auch künftig in kurzfristigen Zyklen rauf und runter gehen.“ Anleger sollten sich also dauerhaft auf volatile Zeiten einstellen. „Dabei werden sich die westlichen Aktienmärkte langfristig tendenziell flach und die Emerging Markets leicht positiv entwickeln“, so der Fondsmanager.

Ursache dafür sind die verschiedenen Ausblicke im Wirtschaftswachstum. In den Industriestaaten wird es langfristig keine großen Wachstumsimpulse geben, in den Schwellenländern schon, wenn auch abgeflachter als zuletzt. „Investments in Emerging Markets versprechen höhere Gewinne, sind aber riskanter als Investments in etablierten Märkten“, so Kos. Allgemein können Anleger Risiken durch Streuung im Portfolio begegnen. Die Emerging Markets weisen diesbezüglich aber ein besonderes Charakteristikum auf (siehe Grafik unten). „Aktien und Anleihen, klassischerweise in den Industriestaaten wenig korreliert, verhalten sich in den Emerging Markets gleichlaufender.

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