Entnervter französischer Banker berichtet „Londoner Kollegen schlagen sich mit Chicken Nuggets die Bäuche voll“

Pommes mit Chicken Nuggets und Croissant mit Kaffee. Ein französischer Finanzprofi will seine Londoner Kollegen von einer gesünderen Lebensweise überzeugen. | © Getty Images

Pommes mit Chicken Nuggets und Croissant mit Kaffee. Ein französischer Finanzprofi will seine Londoner Kollegen von einer gesünderen Lebensweise überzeugen. Foto: Getty Images

Sie ernähren sich vorzugsweise von Fastfood und kalorienreichen Nachspeisen. Sie kommen schlimm verkatert ins Büro und veranstalten abstoßende Chicken-Nugget-Wettessen. In einem Blogbeitrag der französischen Ausgabe von Efinancialcareers.com berichtet ein französischer Bankmitarbeiter, den es nach London verschlagen hat, aus seinem Arbeitsalltag.

In den Augen des feinfühligen Franzosen muss das europäische Finanzzentrum so etwas wie eine Horde unkultivierter Höhlenbewohner beherbergen. Seine Kollegen – und zwar ausschließlich jene mit angelsächsischem Hintergrund – führten ein stilloses und äußerst ungesundes Leben, beklagt sich der leidgeprüfte Finanzspezialist, der nach eigenen Angaben seinen Tag am liebsten mit Milchkaffee, einem Croissant und Musik von Charles Aznavour beginnt.  

Bon Dieu it's Friday

Die Gewohnheiten der Londoner Finanzprofis stoßen ihn besonders an Freitagen ab: Denn da müssten sich seine Kollegen erst einmal von den Saufgelagen des Donnerstags erholen – offenbar einem beliebten Tag für Afterwork-Feiern: Freitagmorgens seien die Gebäude des Londoner Finanzzentrums von Haufen von Erbrochenem gesäumt, beklagt sich der Franzose. Kollegen kämen verkatert zur Arbeit und zerbrächen sich einen Tag lang den Kopf darüber, womit sie sich zwecks Ausnüchterns den Magen vollschlagen könnten.

Der ausufernde Genuss fettreicher Speisen verursacht Übergewicht und Pickel, erinnert der genervte Banker. Seinen noch nicht vollständig der Völlerei verfallenen Kollegen empfiehlt er, sich lieber ein wenig zurückhalten. „Eines Tages werden Sie mir diesen Rat danken: Sie werden sich sehr viel besser fühlen“, appelliert er an seine Leserschaft. Außerdem: Wer einen Chef habe, der aus Europa stammt – wozu der Autor die britische Insel offenbar nicht rechnet – könne gewiss sein, dass seine Bemühungen um eine maßvolle Lebensweise positiv auffallen werden.