Entrepreneur-Strategien von Bellevue Asset Management Die Hidden Champions von Morgen

Birgitte Olsen ist seit 2008 verantwortlich für die Entrepreneur-Strategien von Bellevue Asset Management.

Birgitte Olsen ist seit 2008 verantwortlich für die Entrepreneur-Strategien von Bellevue Asset Management.

Die dänische Firma Asetek und der Schweizer Uhrenhersteller Swatch Group haben eines gemeinsam: Sie sind klassische familien- und eigentümergeführte Unternehmen. Solche Unternehmen sind typischerweise Spitzenreiter in ihrer Nische – eine Pole Position, die sie sich über mehrere Generationen hinweg erarbeitet haben.

Zu managergeführten Betrieben gibt es vielerlei Unterschiede. Das Vorbild der Familie prägt die Unternehmenskultur und schafft so identitätsstiftende Wertesysteme. Die Entscheidungswege sind oftmals kürzer und effizienter. Besonders prägnant ist der längere Zeithorizont, denn die Vorsitzenden familiengeführter Unternehmen denken in Generationen, nicht in Quartalen. Schlussendlich haben sie den Hauptteil des Familienvermögens im eigenen Betrieb investiert und wollen damit auf lange Sicht Wertschöpfung erzielen.

Darüber hinaus machen überdurchschnittlich solide Bilanzen die Unternehmen krisenresistent und erlauben Spielraum für antizyklisches Verhalten. Eine Eigenkapitalquote über 60 Prozent ist bei eigentümergeführten Unternehmen keine Ausnahme. Diese vorteilhafte Kapitalausstattung ermöglicht es ihnen, unabhängig auch in Zeiten konjunkturellen Abschwungs laufend und antizyklisch zu investieren. So investieren Entrepreneurs auch in Krisenzeiten in markterweiternde Schritte, verbessern die Produktqualität und bringen neue Innovationen auf den Markt.

Beimischen zahlt sich aus

Die Beimischung von börsennotierten Familienunternehmen im Portfolio zahlt sich auch für Anleger aus. In einer Studie hat Credit Suisse weltweit 920 familiengeführte Firmen in 35 Ländern aufgeführt, die einen Börsenwert von mehr als einer Milliarde US-Dollar besitzen. Europaweit gibt es über 1.500 börsengelistete eigentümergeführte Unternehmen. Dass Familienunternehmen für eine gute Kursperformance stehen, lässt sich mit Fakten untermauern. So hat der Credit Suisse Family TR Index in den vergangenen zehn Jahren deutlich besser abgeschnitten als der MSCI World.

Produkte wie Aktienfonds, die eine breite Risikostreuung ermöglichen, sind die beste Möglichkeit, vom Wachstumspotenzial familiengeführter Unternehmen zu profitieren. Denn: für die Auswahl der richtigen Aktien ist reichlich Fingerspitzengefühl und Erfahrung notwendig. Wer sich intensiv mit Familienunternehmen beschäftigt, kann auch Chancen und Risiken richtig abwägen. Aspekte wie Nachfolgeplanung, Eigentumsverhältnisse, Organisationstruktur und Nachhaltigkeit gilt es hier immer wieder zu überprüfen. Von Spezialisten verwaltete Entrepreneur-Investmentfonds unterziehen die Chancen und Risiken solcher Unternehmen einer kontinuierlichen Prüfung und wägen diese gegeneinander ab.

Grundlage des Erfolgs ist die Fähigkeit, die Hidden Champions von Morgen zu identifizieren. Das erfordert auch Mut zu antizyklischem Investieren. Unser dreiköpfiges Team kombiniert dabei quantitative und qualitative Analysemethoden entlang einer fundamentalen Bottom-Up-Philosophie.

Eigenanalyse und Stock-Picking

Unser Entrepreneur-Anlageuniversum besteht aus über 800 Aktien. Hinter jeder davon steht eine Unternehmerfamilie oder ein Gründer mit mindestens 20 Prozent der Stimmrechte, der außerdem eine aktive Rolle im Management oder Aufsichtsrat innehat. Um am Puls des Geschehens zu bleiben, führt das Entrepreneur-Team jährlich bis zu 400 Managementinterviews durch, dies auch gerne direkt vor Ort. Das Ziel: Das Unternehmen fundamental in seiner Gesamtheit beleuchten. Fundamentaldaten wie Umsatzwachstum, Gewinndynamik, Cashflow-Potenzial und Wettbewerbsfähigkeit werden modelliert und darauf aufbauend  ein Kursziel auf einem Anlagehorizont von 12 bis 24 Monaten formuliert. In unseren Fonds landet schlussendlich eine Auswahl von jeweils 30 bis 40 Werten mit dem attraktivsten Rendite-Risiko-Profil.

Eigenanalyse und gute Stock-Picking-Fähigkeiten sind heute unerlässlich, denn die Sell-Side-Analystenabdeckung ist besonders bei Nebenwerten in den letzten Jahren strukturell stark zurückgegangen. Dies führt auch zu punktuellen Marktineffizienzen und damit auch zu attraktiven Einstiegsmöglichkeiten für Investoren.