Entwicklung zum Fintech-Unternehmen Netfonds wagt Schritt aufs Börsenparkett

Schriftzug der Börse München: Die Netfonds AG ist dort seit heute im Segment „m:access“ gelistet. Die Erstnotierung erfolgte ohne begleitende Kapitalerhöhung. Der Anteil des Streubesitzes der Aktien in den Händen von mehr als 100 privaten und institutionellen Anteilseignern beträgt aktuell rund 46 Prozent. | © Bayerische Börse AG

Schriftzug der Börse München: Die Netfonds AG ist dort seit heute im Segment „m:access“ gelistet. Die Erstnotierung erfolgte ohne begleitende Kapitalerhöhung. Der Anteil des Streubesitzes der Aktien in den Händen von mehr als 100 privaten und institutionellen Anteilseignern beträgt aktuell rund 46 Prozent. Foto: Bayerische Börse AG

„Mit dem heute vollzogenen Schritt an die Börse haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie erreicht“, kommentiert Netfonds-Vorstandsvorsitzender Karsten Dümmler die heutige Erstnotierung seines Unternehmens (ISIN: DE000A1MME74) im Segment „m:access“ der Börse München.

„Seit dem Entschluss im Jahr 2016, Netfonds zu einem Technologieunternehmen für die Finanzindustrie weiterzuentwickeln, haben wir uns konsequent auf die Entwicklung unserer neuen Plattform konzentriert und bereits mehrere Millionen Euro in die Programmierung der Softwarelösung investiert“, so Dümmler weiter.

Karsten Dümmler, Netfonds AG

Im Herbst startet „Finfire“

Im Fokus der Unternehmensentwicklung stehe die „vollständige Digitalisierung aller Geschäftsabläufe“, erklärt der Netfonds-Chef. Umgesetzt werde dies vor allem durch die neue Technologieplattform Finfire. Ihr Marktstart ist nach ungefähr zweijähriger Entwicklung und einer umfangreichen Testphase im Herbst geplant.

„Bis in das zweite Quartal 2019 wird es modular bis zur letzten Ausbaustufe von der kompletten Verwaltung aller Arten von Versicherungsverträgen bis zur Administration von Investment,- und Strategieportfolios erweitert werden“, kündigt Netfonds-Vertriebsvorstand Martin Steinmeyer an.

Finfire soll es Nutzern aus der Finanz- und Versicherungswirtschaft ermöglichen, Transaktionen und Prozesse „vollumfänglich, sicher und vor allem in jeder Hinsicht konform mit den regulatorischen Vorgaben abzuwickeln“. Das Angebot sei angepasst an das Tagesgeschäft im gesamten Finanzvertrieb.

Ankeraktionäre behalten Mehrheit

„Durch die Kapitalmarktpräsenz eröffnet sich uns die Möglichkeit, deutlich attraktivere Finanzierungsoptionen zu nutzen“, erklärt Netfonds-Vorstand Peer Reichelt. „Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie deren Familien planen auch weiterhin, als Ankeraktionäre die Mehrheit der Aktien des Unternehmens zu halten.“

Um zukünftig eine regelmäßige und transparente Kommunikation mit dem Kapitalmarkt zu garantieren, hat das Unternehmen den Interim-Manager Ingo Middelmenne mit dem Aufbau der Abteilung Investor Relations beauftragt. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Notierung im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Für das laufende Geschäftsjahr geht der Netfonds-Vorstand von Bruttoumsätzen zwischen 92 und 97 Millionen Euro und von einem Netto-Konzernumsatz zwischen 19 und 20 Millionen Euro aus. Einen offiziellen Ausblick zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung veröffentlicht das Unternehmen am Dienstag, 25. September.