Erfolgreiche Engagements abseits der Herde Fonds-Klassiker im Check-Up: First Eagle Amundi International

Matthew McLennan, Manager des First Eagle Amundi International

Matthew McLennan, Manager des First Eagle Amundi International

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1. Der Konkurrenz-Vergleich

Für uns Europäer ist der First Eagle Global Fund ein eher unbekannter Name. In den USA sieht das anders aus: Dort gehört der 1970 aufgelegte Fonds mit einem Volumen von rund 50 Milliarden Dollar zu den festen Größen im Fondsgeschäft.

Etwas bescheidener kommt im Vergleich die 1996 aufgelegte europäische Variante First Eagle Amundi International Fund daher: Sie ist rund 7 Milliarden Dollar schwer und wird von Matthew McLennan und Kimball Brooker nach demselben Erfolgsrezept wie das Original gemanagt, nämlich sehr Value-orientiert. Nur wenn der ermittelte innere Wert der Aktien mindestens 30 Prozent oberhalb des aktuellen Kurses liegt, ziehen die Manager einen Kauf in Betracht. Geduld spielt daher eine große Rolle bei der Anlagestrategie.

Eine Besonderheit des flexiblen Mischfonds ist die konsequente Beimischung von Gold von rund 10 Prozent. Um stets Kaufgelegenheiten nutzen zu können, hält das Duo zudem bis zu 30 Prozent als kurzfristig verfügbare Liquidität in der Kasse. Diese Position ist immer dann besonders hoch, wenn die First-Eagle-Manager sich von vielen Aktien zu einem guten Preis trennen konnten.

Mit einem Ergebnis um die Nulllinie liegt der First Eagle Amundi International im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich im oberen Viertel von 440 Fonds der FWW-Kategorie Mischfonds flexibel Welt. „Relativ gesehen hat sich in diesem Zeitraum unter anderem ausgezahlt, dass wir mit dem Fonds nur eingeschränkt in hoch bewerteten Sektoren wie Biotech, Internet und Gesundheitswesen investiert waren“, erläutert McLennan. Auch das geringe Engagement in Rohstofftiteln mit hohem China-Bezug sei von Vorteil gewesen, ebenso die hohe Gewichtung von Positionen mit Geldmarktbezug.



Quelle: FWW Fundservices GmbH

Über drei Jahre steht der Fonds mit einem Plus von 29,1 Prozent auf Rang 11 und präsentiert sich im Gruppenvergleich noch einmal deutlich stärker: „Wir haben unter anderem mit einigen Positionen abseits des Mainstreams gute Ergebnisse erzielt, darunter Unternehmen aus Japan und Vertretern der Old Economy“, so McLennan, der aktuell rund 12 Prozent des Portfolios in Titeln aus Nippon hält.



Quelle: FWW Fundservices GmbH

Noch besser ist das Ergebnis im Gruppenvergleich über fünf Jahre: Hier belegt der Fonds mit einem Plus von 55,8 Prozent sogar Rang 6 im Feld aus 321 Mitstreitern. Mc Lennan: „Wie im Drei-Jahres-Zeitraum waren auch hier gezielte Engagements abseits der Herde die Erfolgstreiber.“



Quelle: FWW Fundservices GmbH