Erfolgsabhängige Kosten Fidelity kündigt neues Gebührenmodell an

Brian Conroy, Präsident von Fidelity International: „Mit diesem Schritt wird unser Geschäftserfolg enger mit der Wertentwicklung der Kundenportfolios verknüpft.

Brian Conroy, Präsident von Fidelity International: „Mit diesem Schritt wird unser Geschäftserfolg enger mit der Wertentwicklung der Kundenportfolios verknüpft." Foto: Fidelity

Dabei werde die bisherige jährliche Managementgebühr reduziert und um eine variable Komponente ergänzt, heißt es von der Fondsgesellschaft. Diese knüpfe an die Wertentwicklung der Fonds an. Faktisch soll der neue Ansatz laut Fidelity einem gleitenden Tarif entsprechen.

Anleger bezahlen leistungsabhängig

Das bedeutet: Wenn die Fonds eine Outperformance nach Kosten erzielen, wird Fidelity an dem Mehrertrag beteiligt. Entwickelt sich die Anlage dagegen nur parallel zur Benchmark oder gar schwächer, wird der Kunde laut Fidelity unter der neuen Regelung mit geringeren Gebühren belastet als bisher. Der Gebührensatz soll sich dabei innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite bewegen, Höchstgrenze (Cap) und Mindestniveau (Collar) also fest definiert sein. Das bedeutet zugleich, dass auch bei Verlusten des Fonds, sofern diese geringer als bei der Benchmark ausfallen, Anleger eine Erfolgskomponente bezahlen müssten.

Brian Conroy, Präsident von Fidelity International, sagt: „Mit diesem Schritt wird unser Geschäftserfolg enger mit der Wertentwicklung der Kundenportfolios verknüpft, und wir glauben, dass Anleger und Aufsichtsbehörden genau das von uns erwarten. Im Unterschied zu erfolgsabhängigen Gebührenregelungen bei anderen Anbietern zeichnet sich unser Modell dadurch aus, dass bei einer Underperformance die Gebührenbelastung für den Kunden verringert wird.“

Das neue Gebührenmodell soll zusätzlich zu der bereits bestehenden Kostenstruktur eingeführt werden. Demzufolge kann der Kunde künftig zwischen zwei Modellen wählen.

Fidelity reicht Research-Kosten an Kunden weiter

Neben dem neuen Gebührenmodell kündigt Fidelity zudem an, die Kosten für externes Research künftig an Kunden weiterzureichen. Hintergrund ist, dass Fondsgesellschaften mit Inkrafttreten der Finanzmarktrichtlinie Mifid II die Ausgaben für Analysen von Dritten genau aufschlüsseln müssen. „Die gleichzeitige Verringerung der Basis-Managementgebühr wird die aus externen Research-Leistungen resultierende Gebührenbelastung der Kunden mehr als kompensieren“, heißt es dazu von Fidelity.