Erfolgsfaktoren bei der Auflage von Rentenfonds

Markus Hill

Markus Hill

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„Unser Reichtum basiert auf Kommunikation“ (Matt White Ridley, Buchautor) – ein Gedanke, der sich durchaus auch auf Erfolg und Misserfolg bei der Seed-Money-Suche, unter anderem im Bond-Managements, übertragen lässt.

Guter Inhalt („Content“) beziehungsweise gute Performance in Verbindung mit guter Kommunikation und intelligenter, systematischer Nutzung des Netzwerks bilden oft den Grundstein für die erfolgreiche Suche nach Erstinvestoren in Rentenfonds-Konzepte.

Dieser Sachverhalt wird oft mit Erstaunen aufgenommen, wenn der eine oder andere Fondsinitiator nach langen, erfolglosen Platzierungsversuchen wieder mit Verlust ein Projekt ad acta legen muss. Natürlich geht es auch anders.

Private Label Fonds-Auflage: Kein „Hexenwerk“

Die ersten typischen Schritte nach Identifikation eines scheinbar einzigartigen Fondskonzepts durch den Fondsinitiator („Fondsadvisor“, Vermögensverwalter, Family Office et cetera) bestehen bei vielen Rentenfondsmanagern darin, in systematischer oder unsystematischer Weise zunächst einmal mit verschiedenen Kapitalanlagegesellschaften wie Universal Investment, IP Concept, Alceda oder eine der vielen anderen Anbietern auf dem Markt zu sprechen.

Was sind hier typische Gesprächsinhalte? Fondskonzept, Anlagerichtlinien, mögliche Fondsnamensgebung, erforderliches Vertragswerk, Vertriebskonzeption - oft ein Schwachpunkt - und viele weitere Punkte müssen erörtert werden, um das potentielle Projekt irgendwann mit Leben füllen zu können.

Am Schluss sollte dann eine saubere Abwicklung, Administration mit einem tragfähigen Vermarktungskonzept stehen. Ausgeklammert hiervon ist in der Regel das Thema der Seed-Money-Suche zu sehen: Wenn zu Beginn nicht die ersten wirklichen „Fans“ für das Fondskonzept des Rentenexperten gefunden werden, bleiben alle Überlegungen reine Trockenübungen. Es gibt keinen Fonds.

Alternatives Szenario: Der Fonds hat wenige Millionen und wird dann häufig nach einiger Zeit wieder in der Versenkung verschwinden.

Häufig auch der Fall: Konzept gut durchdacht, Netzwerk da, Kommunikation stimmt und Investoren springen schnell auf den Zug. In Kombination mit guten Mittelzuflüssen in der richtigen Marktphase gelingt die Fondsauflage.