Investieren in Erneuerbare Energien Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung – schnell erklärt

NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (r. im Bild) bei der Besichtigung eines Blockheizkraftwerks. | © Energie Agentur NRW

NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (r. im Bild) bei der Besichtigung eines Blockheizkraftwerks. Foto: Energie Agentur NRW

ARTIKEL-INHALT 

Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ist einfach und kommt vor allem in sogenannten Blockheizkraftwerken (BHKW) zum Einsatz: Ein Brennstoff wird in einem Motor verbrannt, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Die anfallende Wärme, die in Abgasen und Kühlmittel steckt, wird ebenfalls über Wärmetauscher nutzbar gemacht und kann direkt zum Heizen oder über die Einspeisung in Nah- oder Fernwärmenetze genutzt werden.

Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, kann über das EEG gefördert werden. Die überwiegende Zahl der BHKW wird mit günstigem Erdgas oder Bio-Erdgas betrieben. Diese arbeiten so effizient, dass der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 minimiert wird. Der wesentliche Vorteil für den Betreiber beziehungsweise Pächter ist, dass er Energie kostengünstiger beziehen kann, als es über das vorhandene Netz (Fernwärme oder Strom) möglich ist. Besonders große Abnehmer wie Krankenhäuser, öffentliche Gebäude, Wohnsiedlungen profitieren von dieser Alternative. Zumal Wärme ein „Abfallprodukt“ der erzeugten Energie des Motors ist und somit effizient und ohne weitere Kosten genutzt werden kann. Neben dem Standort ist die Nutzungspräferenz (hauptsächlich Strom oder Wärme) maßgeblich für die Auslegung des BHKW-Generators.

Wirtschaftlich arbeitende Blockheizkraftwerke haben Größen von 300 – 500 kWh und sind mit hochwertigen Komponenten und Motoren (MAN, MWM, et cetera) mit umfangreichen Garantien bestückt, welche sich durch hohe Zuverlässigkeit auszeichnen. Immerhin wird ein Motor unter Dauerlast (365 Tage/Jahr, abzüglich Wartung und Instandsetzung) im Schnitt etwa 8.500 Stunden/Jahr laufen. Das ist deutlich mehr als die Lebensdauer eines PKW-Motors, der nach ca. 3.000 bis 4.000 Stunden sein Lebensende erreicht.