Erneuertes Versicherungsgeschäft JDC veranstaltet Initial Coin Offering

Unternehmensvorstand Stefan Bachmann ist bei JDC für die Digitalisierung im Unternehmen zuständig. Er ist Mitinitiator des hauseigenen Blockchain-Labs. | © JDC

Unternehmensvorstand Stefan Bachmann ist bei JDC für die Digitalisierung im Unternehmen zuständig. Er ist Mitinitiator des hauseigenen Blockchain-Labs. Foto: JDC

Kürzlich erst erklärte die JDC Gruppe, in deren Verbund der Maklerpool Jung, DMS und Cie. tätig ist, dass das Unternehmen ein sogenanntes Blockchain-Lab als Liechtensteiner Unternehmensableger gegründet habe. JDC wolle die Blockchain-Technologie einsetzen, um Transaktionszeiten zu verkürzen und Kosten einzusparen.

Jetzt geht JDC mit einem eigenen Initial Coin Offering, ICO, an den Start. JDC will im zweiten Jahresquartal 2018 einen Krypto-Token unter dem Namen  Blocx (BCX) ausgeben. Mit Tokens nehmen Kunden üblicherweise an der Finanzierung von Unternehmen oder deren Weiterentwicklung teil. Gegenwert können sehr unterschiedliche Leistungen sein.

JDC will sein Versicherungsgeschäft umbauen und setzt dabei auf die Blockchain-Technologie. Nach Angaben des Unternehmens sollen mit ihrer Hilfe kundenorientierte Finanz- und Versicherungsprodukte entwickelt werden, „um Privatkunden und Unternehmen die Auswahl individualisierter Dienstleistungen zu erleichtern.“

Wie das genau aussehen soll? Laut Angaben des Unternehmens sollen in Zukunft Kunden, Berater und Vermittler der JDC Group für jedes über die Konzerntöchter vermittelte Geschäfte mit Blocx-Token honoriert werden. Das bringe Vorteile zum einen für Produktpartner von JDC, die mithilfe von bereitgestellten anonymisierten Daten zum Beispiel neue Versicherungsprodukte entwickeln könnten. Endkunden sollen Token erhalten, wenn sie ihre Daten zur Verfügung stellen.

Eine Bank soll das Projekt begleiteten: Die Bank Frick und ihre Partnerunternehmen würden für das ICO-Vorhaben Infrastruktur bereitstellen, heißt es von JDC weiter. Wie erfolgreich ein Token langfristig sei, hänge allerdings auch davon an, wie die Nutzer das Angebot annehmen, räumt JDC ein.

Details zum geplanten ICO und dem Blocx-Token hat JDC in einem Whitepaper (anmeldepflichtig) festgehalten >>

„Als etabliertes, marktführendes Unternehmen mit bekannten Partnern werden wir bei der Einwerbung von Mitteln für das ICO und der Ausgabe von Token an Kunden, Berater und Vermittler sowie Investoren sorgfältig einem rechtskonformen Verfahren folgen“, erklärt der neue JDC-Unternehmensvorstand Stefan Bachmann. Bachmann kam im vergangenen Sommer von Google zu JDC, um die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben.