Erotikhändler unter Druck Bafin droht Beate Uhse mit Zwangsgeld

Beate-Uhse-Shop: Insbesondere die Online-Konkurrenz macht dem Erotikhändler zu schaffen. | © Getty Images

Beate-Uhse-Shop: Insbesondere die Online-Konkurrenz macht dem Erotikhändler zu schaffen. Foto: Getty Images

Wie die Bafin mitteilt, haben die Aufseher am 22. August 2017 die Erfüllung der Berichtspflichten angeordnet und Zwangsgelder in Höhe von 220.000 Euro angedroht. Der Bescheid ist laut der Behörde sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig. Das Unternehmen kann die Zahlung noch abwenden. Für gewöhnlich haben Aktiengesellschaften mehrere Wochen Zeit, solchen Bafin-Aufforderungen nachzukommen.  

Bilanz bereits mehrfach verschoben
Beate Uhse hatte die Vorlage der Bilanz bereits mehrfach verschoben. Aktiengesellschaften sollen innerhalb von vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres ihre Zahlen vorlegen.

Bei Beate Uhse kriselt es schon lange, insbesondere die Online-Konkurrenz gräbt Teile des Geschäfts ab. Auch an der Unternehmenspitze geht es heiß her: Michael Specht hat im April dieses Jahres den Vorstandsvorsitz übernommen. Seit Juni hat er auch den Posten des Finanzvorstands inne und schob das Veröffentlichen der Geschäftszahlen nach hinten. Aktuell peilt das Unternehmen Oktober an.

Die Hauptversammlung soll dann im November oder Dezember folgen. Dem Aktiengesetz zufolge müsste diese bereits innerhalb der ersten acht Monate des Jahres stattfinden.