Es rappelt wieder in der Eurozone Italien treibt Kontra-Euro-Index nach oben

Schießt scharf gegen Euro und Ausländer: Matteo Salvini, Chef der Partei Lega Nord | © Getty Images

Schießt scharf gegen Euro und Ausländer: Matteo Salvini, Chef der Partei Lega Nord Foto: Getty Images

Die von der Zentralbank verteilten Beruhigungspillen lassen mal wieder nach. Jetzt steigt wieder die Zahl jener Anleger, die sich gut vorstellen können, dass der Euro untergeht. Die Marktforschungsfirma Sentix erfasst das im sogenannten Euro Break-up Index. Und der hat mit 13 Prozent im Mai den höchsten Stand seit April 2017 erreicht. Der italienische Teilindex schoss sogar von 3,6 auf 11,3 Prozent nach oben.

Sentix befragt seit Juni 2012 monatlich private und institutionelle Anleger, welche maximal drei Länder in den kommenden zwölf Monaten die Eurozone verlassen werden. Der aktuelle Wert bedeutet, dass 13 Prozent der Befragten mit mindestens einem abtrünnigen Land rechnen. Relativ betrachtet ist das aber noch immer recht ruhig: Den bisherigen Höchststand erreichte der Index im Juli 2012 mit satten 73 Prozent.

Und es gibt eine weitere gute Nachricht: Der Ansteckungs-Risiko-Index ging von mehr als 43 auf nunmehr 34,3 Prozent zurück. Demnach hat Italien seine Euro-Probleme mehr und mehr für sich allein und zieht andere Länder nicht mit.