ETF-Absatz Große Zuflüsse in passive Strategien

Börsenchart: Die Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds bleiben auf hohem Niveau.  | © Pexels

Börsenchart: Die Zuflüsse in börsengehandelte Indexfonds bleiben auf hohem Niveau. Foto: Pexels

Seit Jahresbeginn sammelten ETFs bereits 499,8 Milliarden Euro weltweit ein. Allein Aktien-ETFs flossen im Oktober global 41,5 Milliarden Euro zu, seit Jahresbeginn 352,8 Milliarden Euro.  

Aktien-ETFs mit größter Nachfrage

5,8 Milliarden Euro entfielen davon im Oktober in Europa auf Aktien-ETFs, 2017 bislang insgesamt mehr als 54 Milliarden Euro.
Besonders gefragt waren im Oktober ETFs auf japanische und globale Aktien, jeweils plus 1 Milliarde Euro. ETFs mit Eurozonen-Aktien kassierten 751 Millionen Euro zusätzliches Kapital. Unter den Smart-Beta-ETFs führen Small-Cap-Aktien mit 396 Millionen Euro und Multi-Faktor-ETFs mit 239 Millionen Euro die Absatzlisten an. Seit Jahresbeginn liegen aber noch Value-ETFs mit 3,1 Milliarden Euro vorn.

Rücknahmen verbuchten zuletzt vor allem Deutschland-Aktien-ETFs, aus denen 230 Millionen Euro abflossen, sowie Dividenden- und Minimum-Volatility-ETFs, die jeweils knapp 150 Millionen Euro abgeben mussten.
Auf der Rentenseite waren Amundi zufolge weltweit Rücknahmen von Staatsanleihen im Volumen von 347 Millionen Euro zu verzeichnen. Im Gegenzug flossen Unternehmensanleihen global mehr als 4,8 Milliarden Euro und kombinierten Anleihe-ETFs mehr als 4,1 Milliarden Euro zu.

Auf dem europäischen Renten-ETF-Markt standen US-Unternehmensanleihen mit 524 Millionen Euro, variable verzinste Anleihen mit 357 Millionen Euro und Eurozonen-Unternehmensanleihen mit 352 Millionen Euro im Zentrum des Interesses.
Die höchsten Rücknahmen mussten in Europa Schwellenländer-Staatsanleihen mit 412 Millionen Euro hinnehmen. Dennoch steht dieses Anlagesegment auf Jahressicht bei den Zuflüsse weiterhin an erster Stelle. 8,2 Milliarden Euro haben Anleger seit Januar eingezahlt.