ETF-Handel Worauf Investoren achten müssen

Börse in Frankfurt: ETFs werden im Prinzip wie Aktien gehandelt | © Getty Images

Börse in Frankfurt: ETFs werden im Prinzip wie Aktien gehandelt Foto: Getty Images

ETF-Handelsstrategien sind in Investorenkreisen ein heißes Thema. Grundsätzlich lassen sich ETFs auf verschiedene Arten kaufen und verkaufen. Einen Favoriten beim Orderformat gibt es nicht, alles hängt von der Zielsetzung des Investors ab.

Steht der Preisschutz im Vordergrund, kommen „Limit“- oder „Stop-Limit-Orders“ infrage. Beide stellen sicher, dass Investoren die Kontrolle über den schlechtesten zu erzielenden Preis behalten. Es kann also nicht teurer gekauft oder billiger verkauft werden als vorgegeben. Nachteilig ist, dass die Order bei einer Preisentwicklung jenseits des Limits nicht ausgeführt wird.

Eine Order um jeden Preis

Wer sicherstellen will, dass seine Order auf jeden Fall ausgeführt wird und dafür sogar bei höheren Preisen einsteigen würde, sollte „Market Orders“ platzieren. Diese Bestellungen führen den Kauf dann automatisch zum bestmöglichen Preis aus, der zum jeweiligen Zeitpunkt möglich ist.

Wer alternativ Preisbewegungen ausnutzen will, kann die Bestellung als „Stop-Order“ auch bekannt als „Stop-Loss“- oder „Stop-Market-Order“ – platzieren. Der Handel wird dann nur bei einer zuvor festgelegten Preisänderung nach oben oder unten durchgeführt.

In Bezug auf den Handelseeitpunkt ist es empfehlenswert, die Order nicht gerade in den ersten oder letzten 20 Minuten des Handelstages auszuführen. Denn dann ist die Volatilität meist höher und die Liquidität von ETFs geringer, was den Preis unsicherer werden lässt.

Analysen im Blick behalten

Bei vielen Beratern und Vermittlern steht die langfristige Perspektive einer Anlage im Vordergrund. Hier ist der Überblick über das Depot besonders wichtig. Denn oft halten Investoren neben ETFs auch aktiv verwaltete Fonds.

Wichtiger als die Auswahl eines Orderformats beim Kauf oder Verkauf von Anteilen sind in diesem Fall Analysen und Reporting-Services. Sie ermöglichen Vermittlern und ihren Kunden, langfristige Trends im Blick zu behalten. Die rein technische Abwicklung des Kaufs beziehungsweise Verkaufs läuft dann eher im Hintergrund ab.

Dennoch ist es auch für Berater wichtig, Abwicklungsprozesse und deren spezifische Möglichkeiten zu kennen – alleine schon für die persönliche Expertise.