ETF-Markt Deutsche Bank will Blackrock-Vormacht in Europa brechen

Der Marktanteil von Blackrock ist in den vergangenen Jahren auf 67 Prozent angestiegen, zeigen Daten von Morningstar. Das überrascht, denn viele Konkurrenten bringen neue Fonds auf den Markt, für die sie geringere Gebühren verlangen.

Die Wettbewerber werden jedoch ausgebremst, weil die Blackrock-Tochter iShares den Investoren Zugang zu europäischen Anleihefonds bieten, die 93 Milliarden Euro an Netto-Aktiva halten. Das ist mehr als neunmal so viel wie beim nächstgrößten Anbieter, der Deutschen Bank.

Erstanbieter im Vorteil

„Es gibt einen riesigen Erstanbieter-Vorteil”, sagt Deborah Fuhr, Managing Partner beim Marktforscher ETFGI. „Es ist schwierig, erfolgreiche ‚Mee-too‘-Produkte zu starten, weil man direkt mit einem Fonds konkurriert, der bereits über Aktiva und Handelsvolumen verfügt.“

Ten Top der ETF-Anbieter in Europa:

Angaben: Assets Under Management (in Millionen Euro); Stand: 31. März 2017 Quelle: Thomson Reuters Lipper

Investoren haben in diesem Jahr rund 9 Milliarden Euro in Anleihe-ETFs in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gepumpt, wie Daten von Blackrock belegen. Dahinter steht zum Teil die steigende Akzeptanz der Produkte als eine einfachere Handelsmöglichkeit, verglichen mit illiquiden Bondmärkten.