ETF-Markt Rohstofffonds im freien Fall - Investoren ergreifen die Flucht

Förderung von „Seltenen Erden“ in China. Quelle: Getty Images

Förderung von „Seltenen Erden“ in China. Quelle: Getty Images

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Die Rekordsumme von 857 Millionen Dollar (rund 781 Millionen Euro) wurde 2015 aus börsengehandelten US-Fonds abgezogen, die mit breit gefächerten Rohstoffkörben von Getreide bis hin zu Metallen unterlegt sind, zeigten von Bloomberg zusammengestellte Daten bis zum 23. Dezember.

Der Wert dieser Fonds brach um rund 26 Prozent ein, während die Rohstoffe insgesamt auf ein 16-Jahrestief abstürzten. Hedgefonds erwarten schon weitere Verluste und setzen an den Terminmärkten auf weitere Preisrückgänge bei Gold, Kupfer, Mais und Erdgas.

Zwar hatten sich auch Rohöl und Erdgas dem Preiseinbruch nicht entziehen können, dennoch zählten Energie-Fonds zu den einzigen im Bereich der Rohstoffe mit Netto-Zuflüssen im Jahr 2015.

Stimmung bei Rohstoffen umgeschlagen

Die Stimmung bei Rohstoffen war umgeschlagen, nachdem der vorherige Bullenmarkt rund ein Jahrzehnt angehalten hatte - angetrieben von der Nachfrage aus China nach Getreide, Metallen und Energieträgern.

Die Erzeuger setzen alles daran, die wachsende Nachfrage zu erfüllen. Das führte anschließend zu einem Überangebot, denn China kämpft inzwischen mit dem schwächsten Wirtschaftswachstum seit einer Generation.

„Nicht am Rohstoffmarkt aktiv zu sein, hat sich 2015 für uns bezahlt gemacht“, sagte Alan Gayle, ein Stratege bei Ridgeworth Investments in Atlanta. Die Firma verwaltet 39 Milliarden Dollar. „Wir haben eine Kombination aus schwächerer Nachfrage und Überangebot. Und bis wir eine Lösung bei einer dieser Punkte sehen, bleiben wir am Spielfeldrand.“