ETF Eine Herausforderung für traditionelle Anlagestrategien

ETF: Eine Herausforderung für traditionelle Anlagestrategien | © UBS

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Die Antwort fällt kurz aus: „Alles.“ Nach dem altbekannten Muster anzulegen eignet sich nicht mehr, um Renditeziele zu erreichen.

Um Ertragsziele zu erreichen, setzten viele Anleger in der Vergangenheit auf Kernportfolios aus Aktien und Anleihen. Die Aktienkomponente erbrachte viele Jahre lang ansehnliche – häufig zweistellige – Erträge. Anleihen wiederum boten Diversifikationsvorteile, die das Risiko minderten. Dass der Rückgang der Zinssätze in den letzten Jahrzehnten die Anleihenbewertungen steigen ließ, steht außer Frage. Da nun aber nur noch wenig Spielraum für weiter sinkende Zinsen besteht, ist das Umfeld für Anleger im Anleihenbereich schwierig geworden.

Durch den außerordentlich deutlichen Zinsrückgang in allen bedeutenden Industrieländern bewegen sich die Anleihenrenditen auf historischen Tiefstständen. Die Rendite im globalen Staatsanleihenindex liegt unter 1%. Die Renditen Schweizer Eidgenossen und deutscher Bundesanleihen sind sogar negativ. In den USA sind die Renditen ein wenig höher (über 1% und rund 2% für US-Staatsanleihen mit zehn oder mehr Jahren Laufzeit), aber noch immer deutlich unter den historischen Niveaus.

In den Benchmarks für Kern-Unternehmensanleihen sind die Renditen ebenfalls niedrig. Im Euro Corporate Aggregate Index liegen sie unter 1%, im Global Corporate Aggregate Index und im US Corporate Index hingegen bei 2% bis 3%.

Die Anleger können daher nicht mehr einfach nach dem altbekannten Muster anlegen. Und weil dieses „Lower for Longer“-Umfeld die neue Normalität darstellt, sind neue Anlagestrategien gefragt.

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