ETFs schlagen Ihren Vergleichsindex – was ist denn da los?

Quelle: Photodisc

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Zwei Drittel aller aktiven Aktienfondsmanager scheitern an ihrer Aufgabe: Sie schlagen ihren Vergleichsindex nicht und kassieren Managementgebühren für eine Leistung, die sie gar nicht erbringen. Und ausgerechnet Exchange Traded Funds (ETFs) machen jetzt vor, wie es besser geht.

Nicht nur, dass sich in den vergangenen zehn Jahren durch eine geschickte Zusammenstellung eines Potfolios aus Aktien- und Renten-ETFs eine stattliche Rendite erzielen ließ (wer streng auf Leitindizes setzte, hatte das Nachsehen).

Die börsengehandelten Indexfonds sind teilweise sogar besser als die Indizes, die sie eigentlich nur abbilden sollen. So schlägt etwa der Euro-Stoxx-50-ETF der Deutschen-Bank-Tochter DB X-Trackers den Euroland-Index seit Auflage im Herbst 2008 um gut 0,5 Prozentpunkte im Jahr.

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ETF schlägt Index: Wie gelingt das Überholmanöver?

Für das erfolgreiche Überholmanöver gibt es im Wesentlichen drei Gründe:
die Index-Konstruktion, das europäische Steuerrecht und ein erfolgreiches Geschäft mit Leerverkäufern.

Den Euro-Stoxx-ETF von DB X-Trackers lässt vor allem der Indexberechner Stoxx vom Mitläufer zum Überläufer werden. Wie andere Anbieter auch berechnet die Indextochter von Dow Jones, der Deutschen Börse und der Schweizer Börse SMI von jedem Index eine Total-Return-Variante, in der Dividenden rechnerisch wieder mit angelegt werden.

Doch dabei berücksichtigt Stoxx die Gewinnausschüttungen nur zum Teil. Wenn etwa die Deutsche Telekom im kommenden Jahr die allseits erwarteten 7,5 Prozent ausschüttet, rechnet Stoxx nur 5,5 Prozent auf den Index an. Die Quellensteuer von 26,375 Prozent, die der deutsche Fiskus von ausländischen Anlegern kassiert, rechnet Stoxx vorsorglich heraus.