ETFs Spiel mit den Sektoren

Stephanie Lang, Investment Strategist für iShares bei BlackRock

Stephanie Lang, Investment Strategist für iShares bei BlackRock

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Europäische Wertpapiere zeigen trotz globaler Unsicherheiten und vereinzelter Abschwächungstendenzen große Widerstandsfähigkeit. Einige Portfoliomanager haben ihre Europa-Gewichtung auf der Aktien- und Rentenseite deshalb erhöht. Anleger können durch den Einsatz von Sektor-Strategien zusätzliche Risikoprämien abschöpfen oder mit defensiven Varianten die Portfoliostreuung steigern.

Hintergrund ist, dass Sektoren in der Regel einem zyklischen Muster folgen. Ziel der Sektor-Rotation ist es daher, je nach Konjunkturphase in die jeweils passenden Branchen zu investieren, um den breiten Markt in der Rendite-Risiko-Struktur zu übertreffen. Anleger, die davon ausgehen, dass sich ein Markt weiter erholt, und die vom Kursanstieg überproportional profitieren möchten, können taktisch in Sektoren mit hohem Beta investieren. Historisch gesehen waren das Banken sowie Grundstoff-, Industrie- und Energiebranche.

Verbesserung der Portfoliostreuung

Sieht man die Konjunktur eher skeptisch, kann man von defensiven Branchen profitieren. Eine Verbesserung der Portfoliostreuung erreicht man durch:

• Sektoren mit historisch niedriger Korrelation zum Gesamtmarkt wie die Versorger-, Verbrauchsgüter- oder Gesundheitsbranche;

• Sektoren mit niedriger Volatilität – auch hier etwa das Gesundheitswesen.

Wenn man sich intensiver mit dem Sector Investing auseinandersetzt, ist es hilfreich, die Unterschiede der verschiedenen Sektor-Definitionen für die vorhandenen Indexfamilien zu verstehen. Es gibt im Wesentlichen zwei Methoden der Sektorunterscheidung: die Industry Classification Benchmark (ICB) und den Global Industry Classification Standard (GICS). Unten sind zum besseren Verständnis die Konzepte der Indexfamilien für europäische Aktien zum Abgleichen aufgelistet.