„Europa zuerst!“ Das weltweite Wachstum wird vom Euroraum getragen

Investmentchef von DNCA Jean Charles Meriaux (li.) und Rentenfondsmanager Pascal Gilbert erhoffen sich 2018 vor allem in Europa gute Investmentgelegenheiten. | © DNCA

Investmentchef von DNCA Jean Charles Meriaux (li.) und Rentenfondsmanager Pascal Gilbert erhoffen sich 2018 vor allem in Europa gute Investmentgelegenheiten. Foto: DNCA

Das Weltwirtschaftswachstum befindet sich auf einem 10-Jahres-Hoch und gibt Anlass für weiterhin positive Prognosen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Prognose für den Euroraum für 2018 von 1,8 Prozent auf 2,3 Prozent angehoben, während die US-Notenbank (Fed) ihre Schätzung für das Jahr von 2,1 Prozent auf 2,5 Prozent angehoben hat. Die Vorlaufindikatoren deuten nach wie vor auf einen starken Trend hin und bieten eine hervorragende Visibilität für das erste Halbjahr, wobei der Ifo beispielsweise auf einem Allzeithoch verharrt.

Die Produktionslücke hat sich geschlossen und der Arbeitsmarkt zeigt bereits erste Anzeichen von Spannungen in den stärksten Ländern (USA und Deutschland, aber auch in den Nachbarländern wie Polen, Ungarn und so weiter). Die Arbeitslosigkeit wird weiter sinken, und fast 100.000 Arbeitslose in der Eurozone werden jeden Monat eine Arbeit finden und einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten.

Musterland Frankreich

Auch in Europa sind die Produktionskapazitäten gut ausgelastet, und wir werden erhebliche Investitionen getätigt sehen. Wir stehen der Wirtschaft des Euroraums, insbesondere Frankreichs, sehr positiv gegenüber. Das Wachstum im Euroraum hat die USA seit Ende 2015 überflügelt, und auch für 2018 werden beide wohl wieder Kopf an Kopf liegen. Im Jahr 2018 werden die Wertentwicklungen, im Gegensatz zu den USA und Japan, zum ersten Mal seit 25 Jahren nicht von Haushaltsdefiziten oder Konjunkturmaßnahmen bestimmt.

Frankreich ist das wichtigste Land, in das wir in diesem Stadium investieren wollen. Frankreich bietet die deutlichste politische Transparenz, und wir erleben eine Dynamik und einen seit mehr als zehn Jahren unerreichten wirtschaftlichen Kontext, bei gleichzeitig hohen Vertrauenswerten.

Auch das japanische Wachstum scheint sich zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder nachhaltig zu erholen. Inzwischen verlangsamt sich das Wachstum in China zwar allmählich, wird aber immer noch geschickt gesteuert. In den Schwellenländern hat sich die Situation zwar verbessert, aber das Wiederaufleben protektionistischer Tendenzen stellt in einigen Märkten nach wie vor eine potenzielle Bedrohung dar.