Peripherie-Staaten Ende des EZB-Kaufprogramms Gefahr für Euro-Anleihen?

Für verschiedene Anlageklassen wird das Ende des EZB Kaufprogramms nicht ohne Auswirkung bleiben. Zum Beispiel dürfte die Euro-Aufwertung der letzten Wochen auch damit zusammenhängen. Ein anderes Thema sind mögliche Implikationen für Risikoprämien oder sogenannte „Spreads“ auf Anleihen aus der Europäischen Peripherie, wie etwa aus Italien. 

„Das Auslaufen des EZB Kaufprogramms sollte zu einem Renditeanstieg führen“, heißt es in einer aktuellen Analyse der Deutsche Asset Management (DeAM) hierzu. „Ein Blick auf die historische Entwicklung legt jedoch nahe, dass die Risikoprämien nicht notwendigerweise ebenfalls steigen müssen: So etwa setzte der Rückgang von Spreads auf italienische Staatsanleihen schon lange vor Beginn des EZB Kaufprogramms ein.“

Quelle: Eurostat, Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH. Stand: 03.08.2017 Grafik: Deutsche Asset Management (DeAM)

Seit die Zentralbank Anleihen kauft, seien die Spreads eher seitwärts gelaufen oder zwischenzeitlich sogar wieder angestiegen. „Präsident Draghi’s Worte von 2012 scheinen mehr Wirkung entfaltet haben als die Käufe seit 2015“, heißt es von der DeAM weiter.

Solange die EZB nicht alle ergriffenen Maßnahmen wieder rückgängig macht, sollten hausgemachte Faktoren für die Entwicklung der Risikoprämien entscheidend sein, wie etwa die Wirtschafts- und Fiskalpolitik oder die Stabilität des Bankensektors.“