Ex-BCA-Vertriebsdirektor Michael Podsada „Der Druck steigt, solche Bestände zu veräußern“

Michael Podsada (Archivbild). Der Finanzanlagenvermittler und Ex-Vertriebsdirektor beim Maklerpool BCA kauft kleine Investmentbestände von Versicherungsmaklern auf. | © BCA

Michael Podsada (Archivbild). Der Finanzanlagenvermittler und Ex-Vertriebsdirektor beim Maklerpool BCA kauft kleine Investmentbestände von Versicherungsmaklern auf. Foto: BCA

Michael Podsada setzt auf die breite Masse: Der Finanzanlagenvermittler und Ex-Vertriebsdirektor des Maklerpools BCA kauft mit seinem Unternehmen REMI5 kleine Investment-Bestände von Versicherungsmaklern auf, die dieses Geschäft bisher nebenbei betrieben haben. 25 Bestände hat er bisher übernommen. Über sein Geschäft sprach Podsada mit dem Finanzportal Fonds Professionell Online.

Viele solcher Klein-Bestände seien seit 15 Jahren quasi unbetreut. Nun komme ab 2018 auch noch die verschärfte Regulierung durch Mifid II hinzu. Auf Versicherungen spezialisierten Maklern sei das oft zu viel Aufwand - sie wollten ihre Bestände loswerden. Abgebenden Maklern bietet Podsada an, zehn Jahre lang die Hälfte der Bestands- und Vermittlungsprovisionen des Kundenstamms an sie auszuzahlen. Eine „Maklerrente“ nennt das Podsada.

Ob sich das für ihn lohnt? Profitabel werde das Geschäft mit den vielen kleinen vor sich hin dümpelnden Beständen, weil es skalierbar sei, so Podsada: „Kleinvieh macht auch Mist. Und viel Kleinvieh macht eben viel Mist“. Die Beratung finde vor allem telefonisch und per E-Mail statt. Daher könne er sie auch deutschlandweit für neu hinzukommende Kunden anbieten. „Von mir bekommen sie einmal im Jahr einen Depotreport, das Angebot eines Gesprächs und auf Wunsch einen Rund-um-die-Uhr-Zugang zu einem Online-Depot", erläutert Podsada.

In den meisten Fällen gehe es außerdem um kleine Summen. Viele Kunden verzichteten daher auf das Beratungsangebot. „In vielen Fällen geht es schlicht um die Frage, ob das Depot zur Risikoklasse des Kunden passt. Ist das der Fall, gibt es selten Beratungsbedarf“, so Podsada.