Fachkräftemangel trifft schlechtes Marketing 6 Fehler, die Versicherer in Stellenanzeigen für Vermittler machen

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Die Finanz- und Versicherungsbranche klagt über Fachkräftemangel. Einige Unternehmen - wie zum Beispiel der Maklerpool Fonds Finanz - werben mit kostspieligen Extras um qualifizierte Mitarbeiter aus ganz Deutschland an den Firmensitz zu locken.

Um im Wettbewerb um Leistungsträger zu punkten, könnten Versicherungsunternehmen aber auch bei ihren Stellenanzeigen ansetzen. Denn laut einer in der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) veröffentlichten Untersuchung von Matthias Beenken, Professor an der Fachhochschule Dortmund und Sascha Noack von den Versicherungsforen Leipzig sind Stellenanzeigen in der Assekuranz oft mangelhaft. 

Die Experten verglichen eine Zufallsstichprobe von 40 Anzeigen von Versicherungs-Unternehmen auf deren Internetseiten und in einem Stellenportal mit 22 Anzeigen von anderen Finanzdienstleistern (unter anderem Banken und Bausparkassen) und 23 Anzeigen von sonstigen Dienstleistungs-Unternehmen (unter anderem aus den Bereichen Energie, Medien und Software) aus demselben Zeitraum verglichen. Bei allen Stellenanzeigen handelte es sich um solche für Vertriebsmitarbeiter. Dabei fanden die Forscher sechs Fehler, die die Versicherer hätten locker vermeiden können.

1. Mehr als die anderen Branchen versuchen die Versicherer, ihren potenziellen Ausschließlichkeitsvertretern die Stelle mit einem „attraktiven“ Gehalt schmackhaft zu machen. Das entspricht aber nach Ansicht der Forscher nicht der Realität: Gehaltsvergleiche zeigen, dass rund jeder zweite Vermittler weniger verdient als ein Innendienstmitarbeiter mit gleicher Erfahrung und in einer vergleichbaren Position

2. Bei mehr als der Hälfte der Anzeigen werden keine Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht gestellt. Diese könnten aber gerade für ambitionierte Leistungsträger ausschlaggebend sein.